Rhesi-Information

in Meiningen

Letzten Freitagabend machte ich mich voller Neugier auf den Weg nach Meiningen.

Als Schweizer wollte ich mir für einmal die Meinungsbildung auf der anderen Rhein-
seite anhören. Schnell musste ich jedoch feststellen, dass unter dem Titel „Information zum Rhesi Projekt“ Kleinstregionales – vom geliebten Dorfbach bis zum Fällen einiger Bäume – den Informationsabend beherrschte. Schade! Wir sprechen hier von einem Jahrhundertwerk, welches das Angesicht unseres gesamten Tales beidseits des Rheins prägen wird. Vom Aspekt der Sicherheit bei Hochwasser ganz zu schweigen. Selbsternannte Experten versuchen zunehmend, teilweise mit fadenscheinigen Motiven, das Rhesi Projekt zu torpedieren. Partikularinteressen scheinen einigen wichtiger zu sein als das Wohl und die Sicherheit einer ganzen Talschaft.

Wenn Landwirte mit dem Argument ins Feld ziehen, es gehe ihnen wertvolles Agrarland verloren, so stimmt das einfach nicht. Das Rheinvorland ist und war nie Landwirtschaftsland, sondern seit Anbeginn Wasserschutzzone. Hier wird das Gewohnheitsrecht arg missbraucht, wenn gewisse Kreise davon ausgehen, ein Anrecht auf die Nutzung des Rheinvorlandes zu haben. Es bleibt zu hoffen, dass das Projekt Rhesi, welches bei 99 Prozent der Bevölkerung auf Zustimmung stößt, nicht durch die Willkür einer Minderheit zu Fall oder zumindest unsinnig lange verzögert werden kann.

Bernhard Sieber,

Widnau

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