Gefährliche Entwicklung

„In der Bundesregierung gibt es 75 Prozent freiheitliche Handschrift bei einem Wahlergebnis von 26 Prozent.“ Diesen Satz brüllte FPÖ-Chef Strache beim Neujahrsempfang unter großem Gejohle seinen euphorisierten Anhängern im Saal zu. Große Töne, laute Worte ist man ja bei so einem Anlass gewohnt. Das Erschütternde und Abstoßende daran ist nur, dass diese Aussage stimmt. Was hat BK Kurz nur aus der einst christdemokratischen ÖVP gemacht? Und wie geht es jetzt jenen ÖVP-Granden, die sich diesem Jungspund, dessen größte „Leistung“ es bis dahin war, als Hoffnungsträger zu gelten, die sich ihm mit einem Kotau demütig unterwarfen und ihm die Partei zur freien Verfügung übergeben haben? Das Resultat sieht man: Die Partei, die allein oder als Nummer eins oder Nummer zwei seit dem Zweiten Weltkrieg in kompromissnötiger Zusammenarbeit einer weitgehend erfolgreichen Politik der Vernunft, des Bemühens um gemeinsame Lösungen und des sozialen Ausgleichs folgte, welche zu Wohlstand, innerem Frieden und internationaler Anerkennung führte, ist dabei, Steigbügelhalter für eine Politik der gesellschaftlichen Spaltung, des Wiederauflebens eines erschreckenden Nationalismus, eines gefährlichen Isolationalismus sowie menschlicher und sozialer Kälte zu werden! Es fegt ein eisiger, faschistoider Wind durchs Land! Lassen wir nicht zu, dass er sich zu einem mit demokratischen Mitteln nicht mehr kontrollierbaren Sturm entwickelt! Das hatten wir schon.

Anton Hengl, Lauterach

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