Vorarlbergbesuch von Innenminister Kickl

In der Gedankenwelt unseres Innenministers gibt es offenkundig nur ein einziges Thema: Wie werde ich die Asylanten so schnell wie möglich los, bzw. was mache ich, um sie gar nicht erst nach Österreich hereinzulassen? Dafür scheint kein Mittel zu schade zu sein, kein Anlass zu nichtig, wie sich jetzt wieder beim Besuch in Vorarlberg gezeigt hat. Es gibt kein Thema, das sich nicht in Richtung seines Kreuzzugs gegen alle Schutzsuchenden biegen lässt. Ich bin durchaus der Meinung, dass straffällig gewordene Asylsuchende so schnell wie möglich abgeschoben werden sollen. Darüber soll auch keineswegs diskutiert werden. Aber dass man Lehrlinge abschiebt, die nichts anderes tun, als zu arbeiten und sich damit im besten Wortsinn integrieren, ist nicht nachvollziehbar. Zumal genau diese Menschen, wenn sie in ein paar Jahren in ihre Heimat zurückkehren, dort mit ihrer Ausbildung wirklich etwas bewegen können.

Minister Kickl sollte sich überlegen, welche Probleme es in Österreich außerdem noch zu lösen gilt – und das sind sicher genug – und seinen privaten Kreuzzug gegen Asylsuchende endlich aufgeben. Ich jedenfalls werde in Zukunft so wählen, dass meine Stimme dieser Regierung zu keiner weiteren Legislaturperiode mehr verhelfen kann.

Alt-Abg. Gabi Juen, St. Gallenkirch

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