Das Dieseldesaster

Seltsam, dass für die Festsetzung der 40-µg-Grenze der WHO zusätzliche Gutachten aus Werten in Wohnungen herangezogen wurden, die nichts mit dem Straßenverkehr zu tun hatten, sondern aus der Auswertung von Krankheitsstatistiken. In Stuttgart müssten viel mehr Menschen als in anderen Bereichen der BRD doch weit früher sterben. Prof. Hetzel als ärztlicher Lungenklinik­leiter bezeichnet die angeblichen NO2- und Feinstaub-Toten als konstruierte, mathematische Modelle, den Feinstaubalarm als Volksverdummung. Die amerikanische Umweltbehörde hält die wissenschaftliche Basis für unzureichend und verzichtet auf solche Schätzungen, wie sie das Umweltbundesamt in Deutschland anstellt. Prof. Köhler hält solche Schätzungen ebenfalls für nicht zulässig. Bei Untersuchungen des Frauenhoferinstituts wurde die Messstelle am Stuttgarter Neckartor wegen fehlender Durchlüftung als „trickreich“ bezeichnet, da in einer Gebäudeecke direkt an der Fahrbahn und im Anfahrbereich einer Ampelanlage aufgestellt. Eine Wohnung direkt dort, in der eine Gastherme betrieben wird, wurden fast die doppelten Werte gemessen. Ein Gasherd mit zwei brennenden Kochstellen katapultierte den Wert in 15 Minuten auf 1300 µg/m3 NO2 in der Luft in dieser Wohnung. Müsste das nicht schon fast lebensgefährlich sein? Die NO2-Werte der Luft wurden in den USA mit 103, in Kalifornien mit 57 µg pro m3 im Jahresmittel festgelegt. Jedoch in Deutschland werden 40 µg/m3 verlangt.

Kurt Höfferer, Hörbranz

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