Pittsburgh

Zu „Attentäter erschießt elf Menschen in einer Synagoge in Pittsburgh“, VN vom 28. 10. 2018:

Pittsburgh sollte aufrütteln! Ob es dies im ausreichenden Maße tut, ist fraglich. Der Antisemitismus wird so lange einen Nährboden haben, als die verschiedenen christlichen Kirchen ihre jüdischen Wurzeln nicht freilegen. So lange sich abstru­se Behauptungen halten können, der Gott des Alten Testaments sei ein Gott der Rache gewesen und der des Neuen Testaments ein Gott der Liebe, wird es auch im christlichen Kulturkreis immer wieder zu einem bedrohlichen Aufkeimen des Antisemitismus kommen. Wer die Schrifttexte des Alten und Neuen Testaments im Kontext liest, wird erkennen, dass derartige Behauptungen nicht zutreffend sind. Das Christentum ist aus dem Judentum hervorgegangen. Jesus ist als König der Juden gestorben, so lautet auch die Kreuzesinschrift. Sämtliche Propheten des Alten Bundes haben auf den Messias, den Christus, was so viel bedeutet wie „der Gesalbte Gottes“, hingewiesen, durch den auch die Heidenvölker das Heil erlangen sollten. Es besteht also ein organischer Zusammenhang von Judentum und Christentum. Das Judentum ist die Religion der Verheißung und das Christentum die Religion der Erfüllung – vollendetes Judentum also! Dies zu vermitteln ist Aufgabe der Kirchen. Unterlassen sie das weiterhin, wird Pittsburgh kein Einzelfall bleiben!

Ulrike Metzler, Höchst

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