In Dornbirn wird eins draufgesetzt

Zum Kommentar von Julia Ortner, VN vom 8. 5.:

Julia Ortner, vielen Dank für Ihre Worte. Aber hier in Dornbirn wird unter der Law-and-Order-Doktrin unserer christlich-sozialen und bürgerlich-freiheitlichen Stadtvertreter(innen) noch eins draufgesetzt. Es genügt nicht, ein ausgeweitetes Alkoholverbot. Nein, Dornbirn baut sogar ein Haus für die Bundespolizei, an den dafür verkehrstechnisch dümmsten Platz im Zentrum am Bahnhof – umgeben von Busverkehr, Fußgängern, Einbahn, Fahrverboten, mitten
hinein in ein zukünftiges städtisches Entwicklungsgebiet am Bahnhof. Verdrängung wird in Dornbirn für Jahrzehnte festbetoniert. Es ist schade, dass Tugenden wie Weitsicht, Toleranz, Empathie und auch volkswirtschaftliches Denken immer mehr verschwinden, und der Mut fehlt, sich dem herrschenden Mainstream der Angstmacherei und Verdrängung entgegenzustellen.

Es benötigt für das gesamte Bahnhofsquartier ein Entwicklungskonzept, das aus einem Brennpunkt, wie ihn jeder Bahnhof klarerweise darstellt, einen sozialen und städteräum-
lichen Identifikationsort nach innen wie nach außen entstehen lässt. Ein hinter Mauern verschanztes Gebäude ist nicht mein erstes Bild, das ich von dieser Stadt haben möchte, es sollte die Weltoffenheit vermitteln, deren sich die Stadt Dornbirn rühmt, Leuchtturmprojekte einer Kulturhauptstadt sehen anders aus. Und: Aufgegeben wird ein Brief, nicht der Glaube an eine positive Erkenntnis unserer Verwaltung zu einer sozialpolitischen und städtebaulichen Neuorientierung. Es ist noch nicht zu spät; erst wenn die Bagger auffahren.

Mag. arch. Wolfgang Juen,
Rohrmoos, Dornbirn

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