Mafia-Zustände

Dieser alte Mann war noch drei Jahre im Zweiten Weltkrieg, am Eismeer und an der Westfront. Alles tiefe Vergangenheit, die gelegentlich in Bildern hochsteigt. Dann steigt auch der Widerwillen gegen den Staat hoch, dessen Funktionäre in ihrer Arroganz Abermillionen von Individuen Leid und Tod brachten. Jeder Krieg zeugt den nächsten. Dieser Wahnsinn von Gewalt nimmt kein Ende, das Geschäft mit Waffen läuft wie eh und je. Die Kollektive sind nicht lernfähig, je größer sie sind, umso weniger lernfähig sind sie.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf der österreichische Wirtschaftsprofessor Leopold Kohr in England die Parole „small is beautiful“. Er empfahl der Wirtschaft, kleinere Einheiten anzustreben gegen die Gigantomanie von Unternehmen, die Staaten und Staatenbünde erpressen können. Die Arroganz der Funktionäre solch mächtiger Organisationen ergibt sich aus der menschlichen Natur. Nicht umsonst sagte Jesus das Wort vom Reichen und dem Nadelöhr – sie lassen eine Milliarde Menschen hungern.

Wenn ein Prozent der Menschen 50 Prozent des Anlagen- und Geldkapitals besitzt, haben wir wirklich Mafia-Zustände. Wenn wir jährlich 60 Milliarden Tiere töten und essen, hat diese Menschheit die Achtung vor Gott und seiner Schöpfung verloren.

Josef A. Schmidt,

Am Rain, Nenzing,

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