Kürzung der Familienbeihilfe

Die Familienbeihilfe, die an in Österreich arbeitende Eltern ausbezahlt wird, deren Kinder aber zu Hause in ihrem EU-Heimatland leben, soll mit Beginn des Jahres 2019 an die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Land angepasst, das heißt, in den meisten Fällen gekürzt werden. Diese bereits seit längerer Zeit angekündigte und nun von der Regierung beschlossene Maßnahme macht mich traurig. Es betrifft vor allem Familien in Ländern, denen
es teilweise viel schlechter geht als uns. Die von den betroffenen Ländern im Osten der EU meist berechtigte Forderung nach mehr Solidarität empfinde ich daher als eine schizophrene, unmenschliche Haltung Österreichs. Wir geben ihnen damit ein schlechtes Beispiel für nicht nur mit Worten, sondern in der Praxis gelebte Solidarität. Und was machen wir jetzt mit den Familien in Österreich? Da gibt es ja auch größere Unterschiede bei den Lebens-
haltungskosten in den einzelnen Bundesländern? Denkt die Regierung da auch an Einsparungsmöglichkeiten? Und es wäre konsequent, denn es würde vor allem wieder die Schwächeren in unserer Gesellschaft treffen, wie bereits bei vielen anderen geplanten bzw. bereits beschlossenen Maßnahmen der türkis-blauen Bundesregierung.

Hans Riedler,

Hofmannstraße,

Linz

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