„Gemeinsam

Zukunftskonzepte

umsetzen“

Zum VN-Bericht vom 13. April 2018: Bei der Podiumsdiskussion am 12. April kamen vonseiten der Bauernvertreter folgende Aussagen/Begriffe: „Wir müssen ehrlich zum Konsumenten sein“, „Kreislaufwirtschaft“, „Landschaftspfleger“. Ich helfe gerne bei der ehrlichen Aufklärung. Kreislaufwirtschaft: Es hieß: „Faktum ist eine stagnierende Zahl von Milchkühen.“ Sie vergessen zu erwähnen, dass seit 1946 die Milchleistung pro Kuh von 1348 kg auf 7280 kg zugenommen hat (VN, 20.3.2018 „Turbokühe“). Diese Leistung geht nur, weil 30 bis 40 Prozent des Futters Getreide, Mais, Soja sind. Dies geht mit einer steigenden Menge an Gülle einher.

Das kann keine Kreislaufwirtschaft sein: Futter importieren, in Milch umwandeln und wohin mit der Gülle? In Österreich werden schon jetzt an zehn Prozent der Kontrollstellen der Grenzwert an Nitrat überschritten. Das Kraftfutter wird großteils importiert (Bsp. Sojaschrot für Tierfutter nach Österreich: 550.000 Tonnen 2016) und verdrängt Fläche für pflanzliche Nahrungsmittel. Bei Kühen werden nur ca. zehn Prozent der pflanzlichen Kalorien in Fleisch/Milch umgewandelt. Der Rest geht in Bewegungsenergie, Knochen und sonstige Schlachtabfälle verloren. Der Treibhausgasausstoß der Nutztierhaltung ist so groß wie vom gesamten Verkehr zusammen (UNO). Eine Studie vom Energieinstitut 2011 zeigt, dass auch die Vlbg. Milchwirtschaft sehr hohe CO2-Äquivalente produziert; konkret: 1 kg Butter erzeugt 17,3kg CO2; derselbe CO2-­Ausstoß, wie mit einem Kleinwagen 160 km weit zu fahren.

Lukas Grabher,

Spinnergasse, Dornbirn

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