Apokalypse

im Turm

Am Julierpass hat eine Gruppe von Künstlern, Architekten und Finanziers einen 30 Meter hohen Turm hingestellt, der, auf vier Jahre bewilligt, für Opern-Aufführungen dienen soll. Die erste und folgenden Aufführungen mit dem Titel „Apokalypse“ sind schon verkauft. Die „Jünger“ der Kunst sind sensible Menschen, die den Geist ihrer Zeit erfassen und fähig sind, Fanale zu setzen, die ihren normalen Mitmenschen verrückt erscheinen. Die Kultur als Darstellung der gesellschaftlichen Wirklichkeit wird in diesen extremen Realisierungen ihrer Aufgabe gerecht, das gesellschaftliche Chaos darzustellen, um möglichst vielen Menschen die geistige Situation klar zu machen: die Apokalypse als Welttheater. Dieses Welttheater, von der Wirtschaft finanziert und organisiert, läuft nicht fort und fort, auf und ab, Konjunktur und Krise. Dieses Spiel ist im letzten Akt, in dem Babylon untergeht. Babylon, die Stadt der sieben Hügel, in der die Kaufleute und die Könige so gute Geschäfte machten mit Waren, Luxus, Waffen, Menschen und Tieren. Die Kaufleute und die Könige haben die Erde verwüstet, sie wehrt sich, sie setzt dem Spiel ein Ende. Der kosmische Regisseur beginnt ein neues Spiel, die Seelen der alten Spieler haben 1000 Jahre Zeit zur Besinnung.

Josef A. Schmidt,

Am Rain, Nenzing

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