Private Initiativen im Keim ersticken

VN-Bericht vom 14. August 2017.

VN-Bericht vom 14. August 2017.

Zum VN-Bericht „Asylquartiere werden immer weniger“, vom 14. August:

Zum Thema der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylwerbern in 2015 und 2016 wurde LH Markus Wallner im Artikel wie folgt zitiert „Die humanitäre Aufgabe konnte mit Anstand und Menschlichkeit in vorbildlicher Weise gemeistert werden.“ Diesen Satz kann ich so nicht unkommentiert stehen lassen. Ich habe eine Familie, damals in einer Fabrikhalle in Nofels wohnhaft, kennengelernt. Das Angebot an das Land, die Familie privat in einer geeigneteren Umgebung unterzubringen, wurde zuerst klar und deutlich abgelehnt. Mir wurde dann erklärt, privat muss abgelehnt werden, weil die Abrechnung zwischen Land und Bund für einzelne Familien dann zu kompliziert würde, und für andere Familien wäre dies eine ungute Wirkung. So wird Integration ja bestens gelingen, wenn alle privaten Initiativen im Keim erstickt werden. Wenn ich nun die Aussage lese, dass dies „vorbildlich gemeistert wurde“, bekomme ich mehr als einen dicken Hals und kann die Aussage nicht so stehen lassen, ohne meine Sicht der Dinge anzumerken. Mich schreckt auch, dass wieder ein kompliziertes Abrechnungsverfahren geschaffen wurde. So kann ein effizienter Staat nie gelingen.

Robert Bernecker,

Brolsstrasse, Altach

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