Feuerwerke ­rauben Schlaf

Wer in Bregenz zwischen Marienberg und Gebhardsberg wohnt, weiß, dass sein Recht auf Nachtruhe in den Sternen steht. Nämlich in jenen Sternen, zwischen denen in den Sommermonaten Wochen­ende für Wochen­ende Feuerwerkskörper in den Nachthimmel knallen. Offenbar interessiert niemand die Nachtruhe der Bewohner, die Nähe des Krankenhauses oder die Nähe der Seniorenwohnheime. Offenbar alles gleichgültig. Die Informatio­nen über die abgehaltenen Feuerwerke sind vielseitig. Teilweise bewilligt, teilweise nicht bewilligt. Die Zeit variiert. Alles ist möglich. Positiv: Marienberg versucht, die Abendveranstaltungen wegen Lärmbelästigung der Anrainer auf zehn Veranstaltungen pro Jahr zu reduzieren. Am Gehardsberg werden die Brautpaare zwar informiert, dass ein Feuerwerk genehmigt werden muss, doch wenn es einem Hochzeitsgast – wie unlängst um ein Uhr nachts – einfällt, das Paar mit Raketen zu überraschen, dann ist der Schlaf des Bürgers sekundär. Und das Ungewöhnliche an der Sache ist, dass der enorme Lärm für niemanden Konsequenzen hat, außer für die Menschen, die es um ein Uhr nachts aus dem Schlaf reißt. Die anderen Festivitäten in Bregenz, deren Höhepunkte ohnehin seit Jahren mit Klangfeuerwerken enden, erwähne ich hier gar nicht.

Petra Pellini-Forcher, Schlossbergstrasse, Bregenz

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