Gerechtes Kindergeld

VN-Bericht vom 10. August 2017.

VN-Bericht vom 10. August 2017.

Zum VN-Bericht „Oma-
Revolte erzielt erste Erfolge“, vom 10. August:

Mit Genugtuung nehme ich den unerwarteten Beachtungserfolg der Oma-Revolte zur Kenntnis, geht es doch um eine klaffende Wunde sozialer Ungerechtigkeit gegenüber Frauen, die sich staatlicherseits durch nichts begründen lässt. Das ist ein Anlass, daran zu erinnern, dass sich auch am entgegengesetzten Alterspol bei den jungen Müttern eine vergleichbar unsoziale Entwicklung immer weiter verschlimmert. Familien, die durch weitgehende Eigenbetreuung ihrer Kinder finanziell zurückstecken, müssen über ihre Steuerleistung gleichzeitig jene unterstützen, die möglichst viel staatliche Betreuung in Anspruch nehmen. Damit bezahlen Erstere ihre Kinderkosten doppelt. „Jedes Kind ist uns gleich viel wert.“ Nun denn, dann soll der Staat den Müttern für ihre Eigenbetreuung gleich viel auszahlen, wie er für die staatliche Betreuung pro Kind zur Verfügung stellt. Das wäre ein gerechtes Kindergeld zur freien Familien- und Berufsgestaltung. Vielleicht springen auf diese Forderung ebenso wie bei der Oma-Revolte die Grünen als erste auf, und einzelne Blaue, Schwarze sowie die Grazer Kommunisten machen mit. Dass die Neos hier wiederum kneifen werden, lässt Frau Griss mit ihrer Forderung nach einer verpflichtenden Ganztagsschule unschwer erahnen. Wie das mit einer liberalen Partei und ihrem Menschenbild der individuellen Verantwortung vereinbar ist, weiß nur sie selbst und vielleicht Herr Strolz.

Gerald Grahammer,
Gärtnerstraße,
Lustenau

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