Lasst den Rindern ihre Hörner

Oswald Ganahl betreibt auf seinem Hof bzw. mit der Dreistufenbewirtschaftung Landwirtschaft wie vor 100 Jahren. Das Maisäß böte ihm eine heile Welt, einen Ort des Rückzugs, der Kontemplation. Ich denke, das ist heutzutage insbesondere für Kleinbauern auch höchst nötig, da viele ums Überleben kämpfen, während Großbetriebe vielerorts die Macht übernehmen und für eine Hypertechnisierung der ­bäuerlichen Arbeit sorgen. Dabei sind es die kleinen ­(Familien)Betriebe – am ­besten natürlich auch bio –, die meiner Meinung nach größtmögliche Unterstützung erhalten sollten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil oftmals mehrere Generatio­nen einer gemeinsamen Aufgabe nachgehen, wo jeder seinen Platz hat. So weit, so heil. Schaut man nun aber ins Jahr 1917 zurück, dann wird man erkennen müssen, dass es doch einen kleinen Unterschied gibt. Denn vor 100 Jahren waren Bovidae noch das, wofür ihr Name steht: Hornträger. Darum meine Bitte im Sinne des Tierwohls, lieber Herr Ganahl: Stellen Sie wieder auf die Rasse Original (Montafoner) Braunvieh um und lassen Sie allen Tieren ihre Hörner. Danke.

PS: Dieses Postulat gilt selbstverständlich auch für alle anderen genuin horn­tragenden Tiere.

Ulrike Schmid,

Am Hof, Götzis

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