Von Afrika nach Europa

In Afrika herrschte seit Urzeiten das Stammeswesen mit starken Traditionen, bis die Kolonialherren einzogen. Durch Jahrhunderte haben die Engländer, Franzosen, Holländer und Belgier, im Süden die Buren, die Herrschaft über den Kontinent übernommen. Afrika wurde ausgebeutet, seiner Schätze beraubt und Menschen als Sklaven gehalten und millionenfach nach Amerika verkauft. Heute fehlen den Afrikanern Arbeitsplätze, weil die Kolonialmächte keine Industrie aufgebaut haben. Die Güter von Wert wie Gold, Diamanten, Kaffee, Kakao, Kupfer, Uran wurden in die eigenen Länder gebracht. Es gibt heute Länder in Afrika, in denen Menschen wegen der anhaltenden Dürre nicht überleben können. Menschen, die ihr Leben riskieren und mit untauglichen Booten das Mittelmeer überwinden wollen und für Schlepper ihre letzten Geldreserven herausrücken müssen, um in ein europäisches Land wie Italien oder Griechenland zu kommen. Dort stoßen sie auf unmenschliche Quotenregelungen, um den Rücktransport in Kauf nehmen zu müssen und so ihr Zielland nie erreichen. Oder wie schon Tausende zuvor im Mittelmeer ertrinken. Bilder, die uns die Medien ins Haus liefern, sind für mitfühlende Menschen schockierend und besonders dann nicht auszuhalten, wenn Mütter mit ihren Kindern ums Überleben kämpfen. Von den Wohlstandsländern, die durch die Jahrhunderte den Kontinent ausgeplündert haben, wäre in dieser Notsituation mehr Unterstützung zu erwarten.

Hugo Mayer,

Mühle, Egg

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