Kein Geld für ­Infrastruktur

Leider höre ich im Montafon, wenn es um Investitionen in die Infrastruktur geht, immer wieder, dass „kein Geld vorhanden ist“. Wenn man daran denkt, dass die leidgeplagte Lorünser Bevölkerung aus mangelnder Solidarität der restlichen Talschaft den ganzen Verkehrsdreck und Lärm schlucken muss. Oder die Schließung des Bezirksgerichtes in Schruns, einer seit über 200 Jahren traditionell verankerten Institution, welche eine mehr als wichtige Infrastrukturaufgabe erfüllt hat.

Nun gipfelt die Infrastruktur-Ablehnungsoffensive in einem Nein zur Verlängerung der Montafonerbahn nach hinten. Anstatt konstruktive Lösungen zu suchen, bläst ein beleidigter Bürgermeister aus Schruns zum Halali gegen diesen „infrastrukturellen Unfug“ und schiebt dabei ebenso die Kostenfrage als emotionales Heizgut nach. Dabei sind es die Verantwortlichen im Tal – allen voran die Bürgermeister –, die es verabsäumen, die zu Unrecht verschobenen wirtschaftlichen Vorteile aus der Ausbeutung unserer Talschaft zum Zwecke der Stromgewinnung sich wieder als Einnahmen zu sichern. Auch unsere nominierte Landtagsabgeordnete glänzt wohl mehr auf Senioren- und Vereinstreffen als mit sonstigem Einsatz für unsere Talschaft. Kein Wunder, dass die Gelder, die ja vorhanden sind, anderweitig versiegen. Mit anderweitig sind andere Regionen gemeint. Da muss man keine großen Sprüche klopfen, dass zukunftsvisionär gedacht oder gar gehandelt wird.

Max Riffler,
Höllweg, Bartholomäberg

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