Sehr, sehr schade

Bei der letzten Bundespräsidentenwahl sind die vier Kandidaten der Großparteien angetreten, die auf Kosten des Steuerzahlers einen aufwendigen Wahlkampf geführt haben und daneben die parteifreie, hochintelligente Frau Irmgard Griss, die ihren Wahlkampf selbst finanziert hat. Leider hat Frau Griss den Einzug in die Stichwahl knapp verfehlt, und das ist sehr, sehr schade. Da muss man sich schon fragen: Wo waren bei dieser Wahl die Frauenrechtlerinnen und Feministinnen, die sonst immer lautstark eine 50-Prozent-Quote für Frauen in der Politik fordern? Mit ihrer Unterstützung hätten sie es leicht schaffen können, dass Frau Griss in die Stichwahl gekommen wäre. Dann hätte sie bei der kommenden Präsidentenwahl bestimmt eine satte Mehrheit erhalten. Sie wäre mit ihrer humanitären Einstellung und Intelligenz eine hervorragende und von allen anerkannte Bundespräsidentin geworden, die der österreichischen Politik international zu einem größeren Ansehen verholfen hätte. Jetzt haben wir zwei Kandidaten zur Wahl, die das sicher nicht schaffen. Für die ÖVP wäre es klüger gewesen, wenn sie bei der Wahl Frau Irmgard Griss unterstützt hätte, statt einen eigenen Kandidaten aufzustellen, dann wäre ihr diese peinliche Wahlschlappe erspart geblieben. Hoffentlich bleibt Frau Griss der österreichischen Politik erhalten und bekommt als Parteifreie einen Posten, wo sie ihre großen Fähigkeiten einsetzen kann.

Rudolf Schmid,
Gfäll 44, Hittisau

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