Aufschrei aller Frauen erwartet

Zum Bericht „Mennel will Ablöse des Handschlagverweigerers“, VN vom vom 30. 4.:

Der Islamlehrer, der eine Vorbildfunktion hat, muss bei einer solchen Missachtung unserer Werte ohne Wenn und Aber entlassen werden. Mit „Ich wünsche mir eine Abberufung“ hat Frau Mennel einer sinnlosen Diskussion Tür und Tor geöffnet, die mit einem faulen Kompromiss enden wird.

Wobei die Gleichheit von Mann und Frau in unserer Gesellschaft auch zu hinterfragen wäre. Was ist eigentlich mehr frauenfeindlich, die Handschlagverweigerung eines konservativen Religionslehrers oder der wesentlich niedrige Lohn einer Frau bei gleicher Qualifikation und Leistung wie ein Mann?

Wenn man die diversen Diskussionen der letzten Zeit, wie Quotenansprüche (welche Frau will schon eine Quotenfrau sein?) oder die Zurückstufung der ehemaligen Landtagspräsidentin, die Bürgermeisterinnenprobleme in Egg betrachtet, wurde jedes Thema von den Frauen mit einem leisem Murren hingenommen.

Man hätte sich einen Aufschrei aller Frauen und gemeinsame ­Protestaktionen erwartet. Die Frauen haben auch bei der Bundespräsidentenwahl die historische Möglichkeit einer Bundespräsidentin, die mit dem höchsten Amt im Staat einen wesentlichen Einfluss auf die Frauenthemen hätte nehmen können, nicht genutzt. Bei Betrachtung dieser Vorgänge bekommt man das Gefühl, Frauen fehlt es nach wie vor an Solidarität für ihre Geschlechtsgenossinnen, sie haben lieber einen Mann als Vorgesetzten oder in einer Führungsposition.

Alfred Fuchs,
Forachstraße 81a,

Dornbirn

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