Hypo-Debakel: Geld – wofür ­eigentlich? Für mich als durchschnittliche Bürgerin ist es sehr schwer verständlich, wie eine Bank Schulden von 1.240.000.000 Euro machen kann. Leider kann niemand verständlich erklären, mit welchem Produkt überhaupt gehandelt wurde. Da es sich vermutlich um Buchgeld, also Geld ohne realen Gegenwert handelt, ist verständlich, dass niemand dafür aufkommen will. Wer zahlt schon gerne Geld für „nichts“? Bei einem Streitwert von 100.000.000 Euro würde eine Klage schätzungsweise ab 2.000.000 Euro kosten – ein schöner Verdienst für das beauftragte Rechtsanwaltsbüro. Nachdem das Land Kärnten bereits pleite sei, bleibt der Vorarlberger Steuerzahler möglicherweise auch auf diesen Kosten sitzen. Man bedenke, wie vielen armen Menschen in Vorarlberg mit 2.000.000 Euro geholfen werden könnte. Es ist wirklich sehr ärgerlich, dass immer höhere Steuern auf mühsam erwirtschaftetes Geld dafür herhalten müssen, Verluste aus unsicheren spekulativen Geldgeschäften zu decken. Deshalb wäre es angebracht, wenn Bundes- und Landespolitiker gemeinsam nach einem Weg suchen, dieses Finanzdebakel zu lösen und sich gleichzeitig überlegen, welche Gesetze notwendig sind, dass so etwas nie wieder vorkommen kann.

Ulrike Wehinger,

Achstraße 23, Dornbirn

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