Kultur heute

In Zürich wurde die „Kulturhochschule“ auf einem Areal in einem neuen Supergebäude zusammengefasst. Dabei wurde für eine neue Orgel ein eigener Raum mit kosmischer Lichtinstallation geschaffen. Das heißt: Musiker, Architekten und Techniker schufen für diese Musik bewusst keinen kirchenähnlichen Raum, sondern einen mit einer Art Sternenhimmel. So wie die Musik Stufen hat und die Orgelmusik eine oberste Ebene darstellt, hat auch die Kultur insgesamt eine Stufung menschlicher Bedürfnisbefriedigung. Zuunterst die körperlichen Bedürfnisse nach Nahrung und Sex, nach Bewegung im Sport, nach Schutz im Hausbau, nach Ausbildung für den Beruf. Dann das Bedürfnis nach Sicherheit in Organisationen des Staates und der Wirtschaft für Recht und für die Sicherstellung der Versorgung, des Verkehrs von Menschen, Gütern und Geld, sowie der Bildung und des höheren Kulturbetriebs. Schließlich das Bedürfnis nach Bildung, nach Kultur als Darstellung des gesellschaftlichen Lebens durch die Medien, durch die Literatur, durch die Theater und die darstellende Kunst, gleichsam als gesellschaftliche Reflexion. Die Geschichte lehrt uns, dass organisierte Religionen in das Bewusstsein der Individuen eindringen, ihnen Freiheit und Würde nehmen, dass sie im Grunde kultur-und wissenschaftsfeindlich sind und sich meistens mit den staatlichen Machthabern verbinden. Religion sollte Privatsache sein, sie sollte auf Vereinsebene bleiben, den Gesetzen unterstellt.

J. A. Schmidt,

Am Rain 24/10, Nenzing

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