Jugend und ­Cannabis

Erster Besuch mit Enkeln am Kinderspielplatz. Begeistert machte ich (ältere Oma) schöne Fotos, als mir das Benehmen von fünf Jugendlichen auffiel. Auf ein Foto in ihre Richtung reagierten sie erschrocken – das, was auf dem Tisch lag, verschwand sofort in der Versenkung! Sie atmeten auf, als ich ihnen sagte, dass ich nicht von der Drogenkontrolle bin, doch in meinem über zehnjährigen Spitaldienst prägende Erfahrungen mit dem gesundheitsschädigenden Einfluss von Drogen jeder Art gemacht habe. Es waren hauptsächlich die Wochenenddienste auf der Intensivstation, wenn ohnmächtige Partyjugendliche eingeliefert wurden. Für die Ärzte eine schwierige Aufgabe, denn sie versuchten verzweifelt zu erfahren, was konsumiert wurde! Doch das feige Schweigen der sogenannten Kollegen machte alles nur noch schwieriger und es verging kostbare Zeit! Es geht mir nicht aus dem Kopf. Erst ein blühender, gesunder Mensch, nach Drogengenuss ein sichtbarer Zerfall, den auch eine Dialyse nicht mehr retten konnte, und als Organspender auch nicht mehr in Frage kam!

Hier noch ein Erlebnis vor längerer Zeit, das Cannabis betraf und eine Zerstörung verursacht hat. Ein junger
Mann rutschte wegen Cannabis (Anbau, Dealen) in die Kriminalität ab und beging Bankeinbrüche, die ihn schließlich ins Gefängnis brachten. Wenn eine Lega­lisierung von Cannabis laut 22.400 Unterschriften erfolgt, dann öffnet das Tür und Tor für noch andere stärkere Berauschungsmittel! Unsere Jugend ist die Zukunft. Sie darf nicht an der Einstiegsdroge Cannabis verkümmern.

Waltraud Ludescher,
Montfortstraße 26,Rankweil

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