Ems entwickelt sich

Vorarlbergs „Stadt ohne Gesprächskultur“ beginnt sich langsam zu wandeln. Wichtige Dinge entwickeln sich in Ems derzeit in die richtige Richtung. Ein Personenkomitee hat ein respektables Ergebnis in einem städtebaulichen Experten-Workshop zum Emsbachareal erreicht, gute Gespräche im Rahmen der von der Emsbachdiskussion angeregten Vision schaffen neue Identität und darauf aufbauend sollen nun die Plätze im Zentrum in einem Bürgerbeteiligungsverfahren gemeinsam neu geplant werden – vor Jahren undenkbare Prozesse laufen ab in Ems und machen eine Lernkurve sichtbar. Selbst dass bei all diesen Aktivitäten der Gestaltungsbeirat abhanden gekommen ist, kann als Chance aufgefasst werden. Dessen Sicht, dass sich Neubau-Architektur vom Altbestand „klar abzuheben“ hat, wurde zuletzt von Bürgern und Fachleuten gleichermaßen infrage gestellt. Noch holpert es da und dort, Bürgerbeteiligung will geübt sein. Eine Nachbetreuung der beteiligten Bürger hätte das Emsbach-Ergebnis durch kleinere Adaptionen näher am Bürger und die Bürger damit näher am Ergebnis gehalten. Selbstverständlich irritiert die aufkommende Bürgerbeteiligung manche, die gut an die Streitkultur von Ems angepasst gerne für Schlagzeilen sorgen. Der neue Weg in Ems ist derzeit also noch nicht mehr als ein kleiner Gehweg mit Potenzial zur Allee – und da passt doch Schiller: „Wir könnten viel, wenn wir zusammenstünden.“

DI Thomas Kopf,

Eisplatzstrasse 1A, Hohenens

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