Käse ist nicht mehr Käse

Zum VN-Artikel „Sprechen Sie Käse“ vom 11. April:

Die Menschen werden verblödet. Jetzt soll der Käse nach geröstetem Weißbrot, Malz, Buttermilch, Honig, Muskat, Heu, Malz, Karamell, gekochten Erdäpfeln, Walnuss (wurde bei Emmentaler wirklich verwendet) und reifen Zitrusfrüchten schmecken. Dann soll er „fruchtig-pflanzlich“, „milchig-rahmig“, „malzig-röstig“ sein. Ich zähle mich auch zu den „Käse-Experten“, bei in immerhin 30 Jahren vielen Hunderten Tonnen verkauftem Käse. Der war mild, würzig, rezent, halbräß oder räß (scharf), trocken, saftig etc. Je nach Alter und Sorte. Da kannte sich jeder sofort aus. Geschmeidiger Teig war eine Qualitätsnote. Natürlich darf jeder sagen und glauben was er will. Bei Wein gilt derselbe „Unsinn“, mit allen möglichen Ausdrücken. Der Geschmack ist bei jedem Menschen differenziert, aber das Produkt hat immer noch die eigentümlichen Eigenschaften je nach Herkunft, Verarbeitung des Rohproduktes. Dann die Lagerung und Behandlung. Bei Wein ist die Sorte und die Lage, das Keltern, die Lagerung für die Qualität maßgeblich. Diese „Sonderbezeichnungen“ sind reine Marketingmaßnahmen und haben mit dem Produkt in Wirklichkeit nichts zu tun. Wer glaubt, wird selig. Oft wird mit diesen „Märchen“ der Preis enorm in die Höhe getrieben. Das Produkt probieren und selbst urteilen, ob es für mich passt. Nach dieser Devise handle ich.

Oskar Piffer,

Gerbergasse 11, Dornbirn

Artikel 8 von 8
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.