Emser Gestaltung

Endlich ist nun die Emser Katze aus dem Sack. Unser Bürgermeister konnte nicht genug davon predigen, wie transparent die Planungen im Stadtzentrum erfolgen, wie konstruktiv und blendend die Arbeitskreise agieren, wie einzigartig der „Workshop“ und sein erzieltes Ergebnis sei. Die Resultate des Gestaltungsbeirates hat er verschwiegen, hätten sie doch seine Absichten und planerischen Vorgaben zu sehr durchkreuzt. Er besaß auch noch die Kühnheit, von breitester Akzeptanz in der Bevölkerung zu sprechen, wo doch gerade einmal zwei Dutzend auserwählte Leute für diesen ominösen Workshop gewonnen werden konnten, für welchen bis heute noch kein schriftliches Ergebnis vorliegt. Der Missbrauch des Gemeindeblattes für seine eigenen überschäumenden Werbungen ist längst auch hier unerträglich geworden. Andere Ansichten sind a priori nicht zugelassen, während gefügige Visionäre mit lukrativen Aufträgen zu Projektentwicklungen rechnen dürfen. Über 1100 Unterschriften, die sich gegen die schlagseitigen Planungen und vorauseilende Parteinahme des Bürgermeisters für den Investor richteten, erwähnt er nie. Auf diese Art von der Rathausmehrheit ständig verschaukelt zu werden, können sich die Bürger auf Dauer nicht gefallen lassen. Längst hat sie für künftige Wahlgänge den unweigerlichen Denkzettel verdient, zum Wohle der ganzen Stadt, was der Bürgermeister sonst gerne für sich in Anspruch nimmt.

Dr. Johannes Greißing,

Bahnhofstraße 10,
Hohenems

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