Köhlmeiers Klage

Sehr geehrter Herr Köhlmeier, ich schätze Sie sehr als Schriftsteller und Humanist, aber einen Politiker wegen seiner Gesinnung zu klagen, finde ich, geht zu weit. Ich für meinen Teil bin froh, dass Herr Mölzer schon vor den Wahlen seine Gesinnung preisgibt. So wissen die Wähler, wessen Geistes Kind dieser Herr ist und niemand kann bei weiteren „Ausrutschern” so tun, als würde es ihn überraschen. Beide Rechtsparteien haben in ihren Reihen Mandatare, die in regelmäßigen Abständen rassistische oder untergriffige Aussagen machen, für die sie sich nachher mehr oder weniger freiwillig entschuldigen müssen. Ich finde, es ist gut, wenn Politiker während des Wahlkampfes so viel wie möglich von ihrem Charakter zeigen, umso geringer ist die Gefahr, von ihnen getäuscht zu werden. Wir hätten schon so manchem Politiker unsere Stimme nicht gegeben, hätten wir seine Geisteshaltung schon im Vorfeld so deutlich vor Augen geführt bekommen. Herr Köhlmeier, ich finde, Sie vertrauen der Wählerschaft zu wenig! Wir, die Bevölkerung, sind hell­hörig genug, zu wissen, was uns im Falle einer rechts­populistischen Mehrheit bei unseren Volksvertretern blühen würde. Vertrauen Sie auf die Intelligenz und das Geschichtswissen der österreichischen Bürgerinnen und Bürger.

Eva Fleischanderl,

Heuberg 725, Schwarzenberg

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