Wer nicht selbst Politik macht, mit dem wird Politik gemacht!

Das allgemeine Wahlalter wurde in Österreich 2007 auf 16 Jahre gesenkt. Wir haben hier eine bedeutsame Vorreiterrolle in ganz Europa eingenommen, jedoch ohne den entsprechenden Weitblick. Wenn ich Jugendliche meines Alters frage, warum sie nicht wählen gehen, kommen folgende drei Antworten: „I kenn mi nid us“, „I ka mit mina Stimm eh nix usrichta“ und „D’ Politik tuat nix für üs Jugendliche“. Die Menschen sind nicht politikverdrossen – eher noch parteienverdrossen –, sondern schlichtweg uninformiert. Sie wollen sehr wohl mitbestimmen und mitgestalten! Wenn man ihnen aber nicht sagt, welche Möglichkeiten ihnen in unserer Demokratie offenstehen, dann wage ich zu bezweifeln, dass sich die meisten ganz von selbst damit auseinandersetzen. Wir, die Schülerunion, fordern darum ein eigenständiges, flächendeckendes Unterrichtsfach „Politische Bildung“ ab der 7. Schulstufe. Mit einigen Rahmenbedingungen soll dieses Fach gewährleisten, dass Bürger von Beginn an auf ihre Verantwortung innerhalb eines geschützten Raumes und auf neutraler Basis vorbereitet werden. Automatisch mag es zwar nicht prompt zu einer höheren Wahlbeteiligung führen, dennoch soll es einerseits junge Menschen zu politischer und gesellschaftlicher Partizipation befähigen und andererseits Interesse dafür wecken.

Dieses Recht müssen wir unserer und den kommenden Generationen einräumen. Denn: Politisch gebildet zu sein, heißt Demokratie gestalten zu können.

Sandro Tirler,

Pressesprecher Schülerunion Vorarlberg, Baumgartstraße 4a, Schwarzach

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.