Pro und Kontra im Hochgebirge

Tirol aktuell: Kletterer stürzt in den Tod. In den Ötztaler Alpen (Tirol) hat sich soeben ein tödlicher Alpinunfall ereignet. Zwei deutsche Kletterer (28 und 30 Jahre alt) waren trotz schlechter Wetterbedingungen auf dem Weg zur Weißenseespitze. Die letzten Meter zum Gipfel wollten sie seilfrei überwinden. Einer der beiden löste dabei ein Schneebrett aus, das die Männer rund 200 m in die Tiefe riss. Der 30-Jährige erlitt tödliche Verletzungen, sein 28-jähriger Begleiter wurde schwer verletzt ins Tal gebracht. Wir müssen bei diesem ernsten Unfall im Hochgebirge im Ötztal endlich einmal die negative Entwicklung kritisch prüfen. Es geht schließlich darum, dass solche Fehlentwicklungen verringert und verhindert werden. Auffällig ist immer wieder, dass vor allem schwere Gebirgsunfälle kurz in das Bewusstsein der Bevölkerung gelangen, dann aber wieder rasch von anderen wichtigen Themen überlagert werden. Im Vergleich dazu werden die Leistungen und Erfolge im Gebirge viel intensiver hervorgehoben. Das heißt konkret, der Spitzensport und seine Siegesehrungen überdecken deutlich die Misserfolge. Aus meiner Sicht muss bei diesen auffällig vielen, ernsten Alpin­unfällen in den letzten Tagen, Wochen und Monaten die Öffentlichkeit verstärkt aufgeklärt und die Fehlentwicklung zurückgeschraubt werden. Was nützt der ganze Profit, wenn die Menschen auf der Strecke bleiben!

Lothar Petter, Obmann des Alpenschutzvereins für Vorarlberg, Am Kehlerpark 1, Dornbirn

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