Gewerkschaften und Arbeitswelt

Ich arbeite in der Metallindustrie und finden es nicht richtig von der Gewerkschaft, dass sie über 5 Prozent Lohnerhöhung verlangt. Dort wird schon ausreichend gut verdient. Es reicht, wenn sich die Firmen an dem weltweiten Verdrängungswettbewerb und Wachstumswahn beteiligen, da müssen wir Arbeiter es nicht auch noch tun. Es wäre gerechter, wenn jene Benachteiligten in anderen Branchen eine höhere Lohnerhöhung bekommen, die unter 1200 Euro (bei Vollzeitarbeit) im Monat verdienen. Viele Mitarbeiter sind immer mehr frustriert, da viele früher langlebige Qualitätsprodukte sich immer mehr in kurzlebige Wegwerfprodukte verwandelt haben. Mitarbeiter haben zunehmend Probleme, auch für ein hohes Gehalt, immer schneller zu arbeiten, sich ihre Gesundheit, Partnerschaft oder Familienleben zerstören zu lassen, für Produkte, die sie eigentlich nicht empfehlen dürften und sie diese eigentlich schon vor Gebrauch aus dem Fenster schmeißen müssten. Das Problem haben mittlerweile sehr viele Branchen. Müssen wir alles, was uns lieb und teuer ist, einem höheren Profit opfern? Jedes Jahr noch mehr in immer kürzerer Zeit produzieren? Wäre es nicht oft wichtiger, vonseiten der Gewerkschaft sich dafür einzusetzen, dass die Arbeit in den Betrieben weniger gesundheitlichen Schaden anrichtet und wieder mehr Sinn bekommt?

Heino Ploner,
Bruggerstraße 3, Höchst

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