Landesgedächtnis-kapelle Rankweil

Sehr verehrter Herr Baur! Zu Ihrem Leserbrief vom 15. 10. 2012 kann ich Sie aufklären, dass man an dieser Gedächtniskapelle in Rankweil, welche auch vom Land Vorarlberg mitfinanziert wurde, der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges gedenkt, deren Hinterbliebenen, den Witwen und Waisen, die ohne ihre Söhne, Ehemänner und Väter weiterleben mussten. Sie erinnert besonders an die Opfer der Euthanasie und an die Opfer der Gewalt in den Konzentrations- und Straflagern am Beispiel eines Carl Lampert. Die Größe eines Volkes spiegelt sich darin wider, wie man mit seinen Toten umgeht. Wenn Sie schreiben, dass es eher wahrscheinlicher ist, dass dieses Denkmal der Rehabilitation der Täterschaft dient, da der Kameradschaftsbund sich daran beteiligt, so kann ich nur sagen, dass Sie keine Ahnung von einem Kameradschaftsbund haben. Der Vlbg. Kameradschaftsbund mit seinen über 5000 Mitgliedern, welche Gott sei Dank als die nachfolgende Generation keine kriegerischen Auseinandersetzungen mehr mitmachen mussten, setzt sich unter anderem für Frieden und Freiheit in unserem Heimatland, sowie für „Niemals wieder Krieg“ und unbedingte Solidarität für den Nächsten ein. Sie bekommen aber gerne von mir Aufklärung, sollten Sie wieder etwas schreiben, von dem Sie keine Ahnung haben. Übereinstimmen kann ich mit Ihnen, dass die Geschichtsdarstellung nichts beschönigt, nichts weiß wäscht, nichts verharmlost, nichts verschweigt und nicht versucht, die Täter von damals zu rehabilitieren.

Volkmar Pirker,

Schweizer straße 45, Altach

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