Felix Baumgartners Sprung

Zum VN-Bericht vom 15. 10. 2012.
Zum VN-Bericht vom 15. 10. 2012.

Respekt für die tollkühne Leistung! Die Berichterstattung über das „Durchbrechen der Schallmauer” muss aber etwas relativiert werden: Die immer genannte, überbotene Schallgeschwindigkeit von ca. 1100 km/h ist die an der Erdoberfläche. Mit zunehmender Höhe nimmt sie ab, im Vakuum ist sie null. Baumgartner erreichte nach kurzer Zeit die lokale Schallgeschwindigkeit, beschleunigte dann auf seine Höchstgeschwindigkeit von 1342 km/h, wurde dann wegen des zunehmenden Luftwiderstands langsamer, unterschritt dann die lokale Schallgeschwindigkeit, wurde weiter langsamer und zog dann die Fallschirmreißleine. Die Übergänge vom Unterschall zum lokalen Überschall und umgekehrt hat er wegen des geringen Luftwiderstands gar nicht gespürt, die NASA-Experten müssen das gewusst haben. Bei diesen Geschwindigkeiten in Erdnähe hätte es den Raumanzug zerfetzt! Das eigentliche Problem war also nicht die gefeierte Höchstgeschwindigkeit, sondern die folgende hohe Unterschallgeschwindigkeit, bei der er ja auch in das gefährliche Trudeln kam. Vergleicht man Baumgartners Hightech-Ausrüstung mit der vergleichsweise primitiven von Joe Kittinger 1961, so muss man trotz allem Lokalpatriotismus sagen, dass Kittingers Leistung wesentlich höher einzuschätzen ist als die von Baumgartner. Dass Kittinger vermutlich nicht einmal die lokale Schallgeschwindigkeit erreicht hat, ist dabei unwesentlich. Ein sehr guter Bericht steht in „Spiegel Online“ nachzulesen.

DI Dr. Bernd Oesterle,

Torggelgasse 13, Hard

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