Interessensvertreter beklagen ­Budgetkürzung als „Unkenntnis“

Feldkirch Das Staatssekretariat für Kunst und Kultur beschäftige sich unter Beteiligung der Kulturreferenten aus den Bundesländern aktuell mit dem Thema Fair Pay, im Vorarlberger Arbeitsprogramm tauche ein Schmerzpunkt des Kulturschaffens auf und der heißt Prekariat, heißt es in einer Aussendung der IG Kultur Vorarlberg. Geschäftsführerin Mirjam Steinbock: „Die Zahlen für Kultur im Vorarlberger Budgetentwurf für 2021 sprechen jedoch eine ganz andere Sprache. Von Investitionen und Maßnahmen, die aus dem Prekariat herausführen und in eine Zukunft mit tragfähiger Basis führen könnten, ist in monetärer Hinsicht nichts zu sehen.“ Mitten im Versuch, diese Krise zu bewältigen, wäre die Wahrnehmung von Kunst und Kultur als unverzichtbarer Aspekt unserer Gesellschaft von immenser Tragweite. Sollte die Unkenntnis der Politik den Arbeitsbedingungen im Sektor gegenüber noch größer als angenommen sein, oder fußt deren Vorgehen auf einem nicht zu überbietenden Desinteresse an Kunst und Kultur, ihrem Wert an sich und auch dem gegenüber, was sie zur Volkswirtschaft beitragen, wird gefragt.

Dabei sprechen, so die IG-Geschäftsführerin, die Zahlen für sich, das Kulturministerium gab beim Institut für Wirtschaftsforschung eine Studie zur ökonomischen Bedeutung der Kulturwirtschaft und ihrer Betroffenheit in der Corona-Krise in Auftrag. Im Juni 2020 wurde sie veröffentlicht und zeigte deutlich: Kunst und Kultur sind mit einer Wertschöpfung von 7,2 Mrd. Euro, die von rund 119.000 Beschäftigten erwirtschaftet wird, ein Wirtschaftsfaktor. Dieser sei massiv bedroht.

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