Mitgefühl hat sich ausgezahlt

"Das letzte Problem" mit Maria Fliri und Max Moor.

"Das letzte Problem" mit Maria Fliri und Max Moor.

Stefan Vögels "Vier Saiten" für Preis nominiert, auch Landkrimi vom Arlberg erfolgreich.

Bregenz, Wien Abgestimmt wird im Netz bis 26. November auf 3sat.de oder per Telefon. Den Preisträger ermittelt somit das Publikum. Nominiert hat die Filme eine Expertenjury und somit stellt es bereits eine Auszeichnung dar, auf die Liste der elf Kandidaten für den diesjährigen 3sat-Zuschauerpreis zu kommen. Zwei Filme mit Vorarlberg-Bezug sind dabei. Einmal ist das „Vier Saiten“ nach dem Buch des bekannten Autors, Dramatikers und Kabarettisten Stefan Vögel, zum anderen ist es der Landkrimi mit Titel „Das letzte Problem“, in dem neben Karl Markovics auch Stefan Pohl eine Hauptrolle spielt. Der Bregenzerwälder hatte die erste Schauspielerfahrung in Vorarlberg gesammelt und kann mittlerweile ein beeindruckendes Portfolio vorweisen.

„Das letzte Problem“ wurde in einem Hotel in Zürs gedreht und im Jänner dieses Jahres erstmals ausgestrahlt. Das Drehbuch für diesen Psycho-Krimi an einem aufgrund der Schneelage von der Außenwelt abgeschnittenen Ort, dessen Handlungs-Verlauf an die Agatha-Christi-Formate erinnert, verfasste Daniel Kehlmann. Markovics führte selbst Regie, maßgeblich Mitwirkende sind neben Max Moor die Vorarlberger Schauspielerinnen Maria Fliri und Laura Bilgeri. Einmal kellnert sich auch Markus Linder durch die Szene.

Hommage an Otto Schenk

Neben Filmen wie „Weil du mir gehörst“ von Alexander Dierbach und der Komödie „Amen Saleikum“ von Katalin Gödrös ist „Vier Saiten“ ein besonderer Preisanwärter. Der Film, bei dem Michael Kreihsl Regie führte, ist auch als Hommage an Otto Schenk zu verstehen. Vögel erhielt den Auftrag, zum 90. Geburtstag des österreichischen Schauspielers ein Buch zu verfassen. „Man liefert da nicht einfach nur einen Film ab“, bemerkte der Autor nach den Dreharbeiten im Gespräch mit den VN. Fast spannender als diese seien die anregenden Gespräche mit Schenk gewesen. Im Mittelpunkt der Handlung steht der ehemalige Star-Cellist Karl Michaeli. In der Begegnung mit einem jungen Syrer lernt der von Schenk berührend verkörperte Grantler umzudenken. Hamid erweist sich nämlich als sehr musikbegabt, bringt Klischeebilder ins Wanken und reaktiviert Michaelis Empathie.

An die Nieren gehend

Ein weiterer Film nach einem Text von Stefan Vögel liegt im Übrigen für die Ausstrahlung bereit, die sich nun durch die Kinoschließungen verzögert hat. Schon im Mai letzten Jahres fand die österreichische Erstaufführung des Stücks „Die Niere“ in den Kammerspielen des Wiener Theaters in der Josefstadt statt. Aufführungen in mehreren Ländern folgten. Michael Kreihsl hat auf der Grundlage des Dramas Regie geführt, in dem die Beziehung eines Paares aufgrund einer notwendigen Organspende auf dem Prüfstand steht bzw. buchstäblich an die Nieren geht. Mit Samuel Finzi, Pia Hierzegger, Inka Friedrich und Thomas Mraz standen namhafte Schauspieler vor der Kamera. Der Kinostart ist nun für Ende Jänner 2021 vorgesehen. VN-cd

<p>Landkrimi-Dreharbeiten mit Laura Bilgeri und Karl Markovics.</p>

Landkrimi-Dreharbeiten mit Laura Bilgeri und Karl Markovics.

<p class="caption">Omid Memar und Otto Schenk in „Vier Saiten“ nach dem Buch von Stefan Vögel.  ORF, VN/MR</p>

Omid Memar und Otto Schenk in „Vier Saiten“ nach dem Buch von Stefan Vögel.  ORF, VN/MR

„Die Verfilmung meines Stücks ,Die Niere‘ ist mittlerweile abgeschlossen.“

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