Autor und helfende Hand: Trauer um Alfred Kolleritsch

wien, Graz Er war jemand, der als Herausgeber der Literaturzeitschrift manuskripte für zahlreiche Kollegen als Steigbügelhalter für die Karriere fungierte und zugleich selbst als tief schürfender Autor tätig war: Alfred Kolleritsch. Nun ist der Mitbegründer des Grazer Forum Stadtpark im Alter von 89 Jahren gestorben.

Populär wurden die manuskripte auch wegen der Proteste gegen den Abdruck von Oswald Wieners Roman „Die Verbesserung von Mitteleuropa“. Aber auch Schriftsteller wie Peter Handke, Elfriede Jelinek, Gerhard Roth oder Josef Winkler stellten ihre Texte darin vor. Vaclav Havel hatte in dem Format seine erste Veröffentlichung außerhalb der Tschechoslowakei. Und in jüngerer Zeit zählten Autoren wie Valerie Fritsch oder Clemens Setz zu den Entdeckungen der Publikation. 1972 ist „Die Pfirsichtöter“ von Kolleritsch erschienen. In dem Roman wird ein Herrschaftssystem beschrieben, das auf der Macht seiner Zeichen beruht. Seither hat er sich in seinen Werken gegen die Einengung des Lebens sowie gegen Totalitarismus und Faschismus gewandt. Das Theaterstück „Die geretteten Köche“ wurde im Rahmen des „steirischen herbst“ uraufgeführt. Und schließlich etablierte er sich mit einer Vielzahl an Gedichtbänden auch als Lyriker.

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