Erste Sommerfestspiele weichen dem Virus

VN-Bericht vom 21. März: Die Bregenzer Festspiele sollen am 22. Juli gestartet werden.

VN-Bericht vom 21. März: Die Bregenzer Festspiele sollen am 22. Juli gestartet werden.

Mörbisch macht die Seebühne dicht, in Bregenz hält man am Vorhaben fest, dass die Saison 2020 stattfindet.

Mörbisch, Bregenz Nach jetzigem Stand sollen die Bregenzer Festspiele ab 22. Juli stattfinden, bekräftigte Festspielpräsident Hans-Peter Metzler in einem Gespräch mit den VN. An diesem Stand der Dinge, über den in der Ausgabe vom 21. März berichtet wurde, hat sich nichts geändert. Auch wenn nun feststeht, dass der Kultursommer in Österreich heuer aufgrund der behördlichen Maßnahmen gegen das Coronavirus etwas anders aussieht als geplant.

Burgenland steigt aus

Die Kulturbetriebe im Burgenland bestätigten am Dienstagabend das Aus für die Seefestspiele in Mörbisch und die Opernaufführungen im Steinbruch St. Margarethen. Aufgrund der behördlichen Anordnungen gegen das Coronavirus sei es nicht möglich, mit dem Start der Proben Ende Mai zu beginnen. Die Einschränkungen der Reisetätigkeit der Künstler aus verschiedenen Ländern behindere das gemeinsame Erarbeiten der Inszenierungen. Betroffen sind nicht nur Aufführungen unter freiem Himmel, auch das für Juni geplante Liszt-Festival in Raiding wird nicht stattfinden. In Mörbisch steht die „West Side Story“ von Bernstein auf dem Programm. Das Werk sei nun für den Sommer 2021 vorgesehen. Im Steinbruch von St. Margarethen wollte man Puccinis „Turandot“ spielen. Die Produktion wurde ebenfalls um ein Jahr verschoben. An beiden Spielstätten beginnt die Festspielsaison bereits sehr früh, nämlich Anfang Juli. Im Vorjahr zogen die Aufführungen von „Land des Lächelns“ auf der Seebühne rund 120.000 Besucher an, in den Steinbruch, wo man „Die Zauberflöte“ gab, kamen 91.000 Besucher.

Ticketnachfragen in Bregenz

Bei den Bregenzer Festspielen wurden im Vorjahr rund 250.000 Besucher gezählt. Hier ist neben dem „Rigoletto“ auf dem See ein umfangreiches Programm mit Opern, Schauspiel und mehreren Uraufführungen geplant. Die Wertschöpfungssumme nur für die engere Region bezifferte Hans-Peter Metzler mit rund 100 Millionen Euro. Man habe immer noch täglich Ticketnachfragen, erklärte Pressesprecher Axel Renner am Dienstagabend. In Bregenz beginnen die Proben erst Mitte Juni. Da auf dem See heuer eine Wiederaufnahme stattfindet, ist der technische Aufwand geringer. VN-cd

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