Wandlungsfähige Künstlerin

Attila Buri, Nina Fleisch, Bernd Konzett, Erich Berthold und Andy Leumann in der Villa Falkenhorst. Bischof

Attila Buri, Nina Fleisch, Bernd Konzett, Erich Berthold und Andy Leumann in der Villa Falkenhorst. Bischof

Nina Fleisch präsentierte mit ihrer Band in der Villa Falkenhorst Diven des 20. Jahrhunderts.

THÜRINGEN Die Villa Falkenhorst, erbaut durch den Industriellen John Sholto Douglass, liegt idyllisch oberhalb von Thüringen. Das Gebäude wurde vor zwanzig Jahren von der Gemeinde Thüringen erworben und restauriert. Um ein abwechslungsreiches Kulturprogramm bieten zu können, kam es bald zur Gründung eines Kulturvereins. Geschäftsführerin Verena Burtscher: „Das Ambiente und die Geschichte der Villa sind für kulturelle Veranstaltungen prädestiniert. Es ist wichtig, neben internationalen Künstlern, jungen und regionalen Akteuren der Kulturszene eine Bühne bieten zu können. Der Fokus liegt weiterhin auf klassischen Konzerten sowie auf einem abwechslungsreichen ‚Blumenegger Sommer‘. Zudem sollen gezielt Familien, Kinder und Jugendliche angesprochen werden. Das Programm soll außerdem um verschiedenste Musikgenres erweitert werden.“

Aus eben diesem Grund trat jüngst die Vorarlberger Sängerin Nina Fleisch mit ihrer Band und dem Programm mit Titel „Diven des 20. Jahrhunderts“ auf. Mit Federboa und Glitzerkleid schritt sie auf die Bühne, ganz im Stil des amerikanischen Burlesque des letzten Jahrhunderts. Den Auftakt bildete das Lied „In dieser Stadt“ von Hildegard Knef. Die Knef sei eine ihrer Lieblingskünstlerinnen, gleich vier Stücke wurden auf einzigartige Weise interpretiert. Das Repertoire reichte von Edith Piaf, Marlene Dietrich, Marilyn Monroe, die Andrew Sisters über Liza Minella, Gloria Gaynor, Milva, Caro Emerald und Adele. Fleisch stellte Kurzbiografien dieser weiblichen Stars vor und erzählte spannende Anekdoten.

Längere Zusammenarbeit

Begleitet wurde sie von Attila Buri am Klavier, Bernd Konzett am Kontrabass, Andy Leumann mit Perkussion sowie Erich Berthold am Saxofon und der Klarinette. „Ich habe mit Nina ein Projekt für ‚Musik am Nachmittag‘ gemacht, bei dem im zweiten Teil die Musik von Diven vorgestellt wurden. Das war die Initialzündung. Nun präsentiert sie dieses Programm in einem größeren, für sich selbst stehenden Rahmen“, erklärte Bernd Konzett, der als Gründer der Sinfonietta Vorarlberg kurz zuvor noch bei der Aufführung der Missa solemnis mitwirkte. Es sei eine Herausforderung für ihn gewesen, von dem doch sehr präzisen Spiel für die Messe Beethovens auf das freie Spiel umzuschalten. Attila Buri, Kapellmeister beim Musikverein Harmonie in Vaduz und Leiter des Big Band Clubs Dornbirn, war für sämtliche Arrangements verantwortlich.

Das Publikum war begeistert, mit Standing Ovations wurden Nina Fleisch und ihre Musiker bejubelt. Als Zugabe war ein Stück von Lady Gaga zu hören, deren Wandlungsfähigkeit die Vorarlbergerin bewundere. BI

„Es ist wichtig, neben internationalen Künstlern regionalen Akteuren eine Bühne zu bieten.“

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