„Es ist ja ein Kompliment“

Verena Konrad übernimmt eine verantwortungsvolle Aufgabe. Vai/mischkulnig

Verena Konrad übernimmt eine verantwortungsvolle Aufgabe. Vai/mischkulnig

Bei Verena Konrad klopfen Headhunter an, doch sie will sich für das VAI stark machen.

Dornbirn Ja, sie werde von verschiedenen Headhuntern kontaktiert und das sei für sie eine neue Erfahrung, bestätigt Verena Konrad, Leiterin des Vorarlberger Architekturinstituts (VAI), eine der Folgewirkungen ihrer kuratorischen Arbeit im Austria-Pavillon auf der diesjährigen Architektur-Biennale in Venedig. Wie es dazu kommt, dass sie, wie die VN in der gestrigen Ausgabe berichteten, unter österreichischen Museumsexperten als eine Favoritin für das Tiroler Landesmuseum in Innsbruck gilt, wollte sie nicht kommentieren. Sie habe sich für die bald vakant werdende Leitung nicht beworben und wolle sich weiter für das VAI stark machen. „Es ist ja ein Kompliment“, interpretierte die aus Oberösterreich stammende Kunsthistorikerin die ihr zugeschriebene Rolle, um anzufügen: „In Vorarlberg gefällt es mir gut.“ Grundsätzlich würde sie es auch so halten, dass der Vorstand des VAI über ihre möglichen Vorhaben zeitgerecht informiert werde.

Biennale läuft bestens

Von der Biennale in Venedig weiß sie in der Tat viel Positives zu berichten. Die Ausstellung mit zwei Architekten-Teams und dem Designer-Duo Sagmeister/Walsh erwies sich als Installation, die sich, wie bereits nach der Eröffnung im Mai dieses Jahres erwähnt, bestens an das Generalthema Freespace angliedert und weitere Denkanstöße liefert. Die Besucherkommentare und vor allem auch zahlreiche Interessenten und Experten aus Vorarlberg hätten sie in ihrer Arbeit bestätigt.

Abgesehen davon, dass es sie sehr freut, es gegenüber der Politik durchgesetzt zu haben, dass künftige Biennale-Verantwortliche nicht mehr als privat haftende Kommissäre, sondern als Kuratoren arbeiten können, will die Kunsthistorikerin ihre Kraft und Kreativität nach dem Biennale-Finale wieder voll dem VAI widmen.

Vorhaben am VAI

In den letzten Jahren habe sie eine Internationalisierung des Angebots und den Ausbau der Exkursions- und Ausstellungsprogramme erreichen können. Mit ihren Mitarbeitern konnte sie die Geschäftsfelder des VAI „strategisch in Vermittlung und Kommunikation sowie Forschung und Lehre aufteilen“ und dabei „komplexe Bündel an Maßnahmen“ in die Umsetzung bringen. Zudem konnte die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten ausgebaut werden. Zu den aktuellen Tätigkeiten zählen der Ausbau der Büchersammlung zu einer öffentlich nutzbaren Bibliothek und die Einrichtung von Co-Working-Stationen, um, wie Verena Konrad betont, „den Bereich Forschung etablieren zu können“. Im Jahr 2019 hat das VAI-Team noch etwas Besonderes vor: „Wir arbeiten zudem am Konzept für ästhetische Bildung für Kinder und Jugendliche.“ VN-cd

„Wir arbeiten zudem am Konzept für ästhetische Bildung für Kinder und Jugendliche.“

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