Malerpionier Götz 103-jährig verstorben

Berlin. Karl Otto Götz war einer der kraftvollsten abstrakten Maler und Wegbereiter der modernen Kunst Deutschlands. Er starb am Wochenende im hohen Alter von 103 Jahren. In seinem Leben spiegelte sich die von Brüchen und Revolutionen geprägte Geschichte der letzten 100 Jahre wider. Grundprinzipien der Technik von K.O. Götz waren das schnelle Malen und die Rakeltechnik. In ihrer Energie erinnern Götz‘ abstrakte Bilder an die Explosion von Materie. „Abstrakt ist schöner“, so lautete das künstlerische Lebensmotto des Biennale- und Documenta-Teilnehmers, dessen stilistische Anfänge nah bei den Surrealisten und Miró lagen.

Weltberühmte Schüler

Bis 1979 lehrte Götz als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Schüler Gerhard Richter und Sigmar Polke wurden weltberühmt. Geboren wurde K.O. Götz am 22. Februar 1914 in Aachen. Unter den Nazis hatte er wegen seiner Vorliebe für Abstraktes Malverbot. Er war befreundet mit Hans Arp und Otto Dix. Zum umfangreichen Werk gehören nicht nur Gemälde, sondern auch Stahlreliefs, Holz- und Linolschnittarbeiten sowie Werke aus Terrakotta und Keramik. Außerdem schrieb Götz auch Gedichte.

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