Ein junger Meister des lyrischen Spiels

Ein letzter Höhepunkt des Konzerts von Aaron Pilsan waren die 12 Etüden op. 25 von Frédéric Chopin.  Foto: Voith

Ein letzter Höhepunkt des Konzerts von Aaron Pilsan waren die 12 Etüden op. 25 von Frédéric Chopin.  Foto: Voith

Mitreißender Klavierabend von Aaron Pilsan auf Schloss Montfort.

Langenargen. (chv) Ein Erlebnis war Aaron Pilsans Klavierabend im Rahmen der Langenargener Schlosskonzerte. Seit zehn Jahren verfolgt Peter Vogel den Weg des jungen Vorarlberger Pianisten und lässt die Zuhörer die besondere Ausdruckskraft und Sensibilität des immer reiferen jungen Künstlers erleben. Pilsan besitzt Kraft und Vitalität, doch das Besondere ist sein lyrisches Spiel, bei dem er eins wird mit dem Steinway. Sehr klug hat er das Programm gewählt, das Heiteres mit Innigem und Stürmischem verband. Lautlos formten die Lippen die Musik, als Pilsan zu Mozarts Klaviersonate Nr. 13 B-Dur KV 333 ansetzte. Hell und federleicht perlte das Allegro, empfindsam ließ er im Andante cantabile spüren, dass bei Mozart untergründig immer auch Trauer mitschwingt – dass er im Glück um die Vergänglichkeit weiß. Frohsinn in heitersten Farben kehrte im Allegretto grazioso zurück. Mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Variations sérieuses“ d-Moll op. 54 ließ Pilsan die ganze Bandbreite seines Könnens in 17 Variationen vorüberziehen.

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