Empfehlung.

Liebe im Schatten der Vergangenheit

Roman. Wie Hensels kontrovers aufgenommener Bestseller „Zonenkinder“ ist auch „Keinland“ ein Erinnerungsbuch, doch in dem Roman geht es nicht nur um Kindheitserinnerungen, es geht vor allem um die Erinnerung an eine zerbrochene Liebe, die zwischen Berlin und Tel Aviv spielt und unter der Last der Vergangenheit leidet. Nadja denkt an die vergangenen Monate mit Martin, einem in Deutschland geborenen Juden, der nach Israel gezogen ist. Und wie Erinnerungen keiner Chronologie folgen und eine Assoziation die nächste hervorrufen kann, schreibt Hensel diesen Roman: mit vielen Zeitsprüngen und Abschweifungen, mit einigen Sätzen, die sich oft wiederholen, weil sie sich Nadja ins Gedächtnis eingebrannt haben. Das macht den Erinnerungsprozess authentisch. „Keinland“ ist weit mehr als ein Liebesroman.

Es gelingt Hensel, eine Sensibilität für die Prägungen zweier Generationen zu schaffen, die beide gewissermaßen Minderheiten der deutschen Gesellschaft sind.

Jana Hensel: „Keinland“, Wallstein Verlag, Göttingen, 196 Seiten.

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