Theaternachwuchs ausgezeichnet

Der Sieg ging heuer an das Vordiplomstück „Froh ist der Schlag unserer Herzen“ von Jana Weichelt.
Der Sieg ging heuer an das Vordiplomstück „Froh ist der Schlag unserer Herzen“ von Jana Weichelt.

Homunculus: „Rudolf-von-Ems-Preis“ geht an Berliner Puppenspielerin. Neuigkeiten zur Intendanz präsentiert.

Hohenems. Mit insgesamt 3100 Besuchern in 20 Veranstaltungen kann sich das Festival „Homunculus“ über regen Zuspruch freuen. Am Mittwochabend stand die Vergabe des vom Figurentheaterfestival Homunculus ins Leben gerufene und von der Stadt Hohenems gesponserte „Rudolf-von-Ems-Preis“ für junge talentierte Theatermacher auf dem Programm. Der Sieg ging heuer an das Vordiplomstück „Froh ist der Schlag unserer Herzen“ von Jana Weichelt, Puppenspielabsolventin der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Ihre Zeitreise in die DDR-Pioniervergangenheit wandelt sich rasch zur schrägen Schneewittchen-Geschichte. Hier nascht Eiskunstläuferin Katarina Witt statt des vergifteten Apfels eine böse Westbanane, und Karel Gott, eingespielt über den Overheadprojektor, wacht über das Geschehen. Die Siegerin überzeugte laut Jury durch „saubere Performance, den vielschichtigen und wandlungsfähigen Einsatz von Figuren, Masken und Kostümen“.

Letzte Intendanz

Zum Finale gab es auch Neuigkeiten für 2017: Der künstlerische Leiter des seit 25 Jahren in Hohenems stattfindenden Figurentheaterfestivals, wird nächsten Mai seine letzte Intendanz in Hohenems bestreiten. Dies gab Pierre Schäfer am Donnerstag bekannt. „Nach 10 Jahren ist es Zeit, an jemanden anderen zu übergeben. Mein Vertrag endet vereinbarungsgemäß nach dem 26. Festival. Zum Abschied werde ich Homunculus noch eine Welturaufführung schenken – mehr sei noch nicht verraten.“ Wie Geschäftsführer Dieter Heidegger bestätigt, sind bereits Gespräche für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin im Gange: „Die Intendanz von Pierre Schäfer war hervorragend. Er widmet sich nun neuen Projekten und wird, ähnlich wie seine Vorgänger, Homunculus weiter verbunden und wieder zu Gast sein“, freut sich Heidegger. „Wir werden uns nächstes Jahr gebührend bei Pierre Schäfer für seine exzellente Arbeit für Homunculus bedanken“, bestätigt auch Präsident Günter Bucher.

Zum Jubiläum gab es viele Highlights, darunter, wie bereits berichtet, das neue Stück des Theaters Laboratorium „Mary Shelleys Frankenstein“ mit Jonathan Went als traurige Kreatur und Pavel Möller-Lück als Frankensteinpuppe. Echsen-Darsteller Michael Hatzius präsentierte im Rahmen des Festivals ebenfalls sein neues Programm „Echstasy“, bei dem auch eine Zecke eine Hauptrolle spielt. Mit dem Nibelungenstück „Looking for Brunhild“ ging das Festival am Freitagabend ins Finale.

Homunculus 26 findet vom 18. Mai bis 26. Mai 2017 im Löwensaal Hohenems statt.

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