Vielschichtige und sensible Musik

Musiker bezeichnen Üstün als „Traumkomponist“.  Foto: Mathis
Musiker bezeichnen Üstün als „Traumkomponist“. Foto: Mathis

Murat Üstün erhält den Vorarlberger Kompositionspreis 2014.

Bregenz. Der Vorarlberger Kompositionspreis geht an Murat Üstün, teilte Landesrat Harald Sonderegger mit. Die Vergabe des mit 7000 Euro dotierten Preises erfolgte heuer mittels eines neu ­entwickelten Auswahlver­fahrens. Das bisherige, alle zwei Jahre ausgeschriebene Kompositionsstipendium der Vorarlberger Landesregierung wurde – analog zu den anderen Landespreisen – in Kompositionspreis umbenannt.

Zum Auswahlverfahren eingeladen wurden das Arpeggione Kammerorchester, der Blasmusikverband, der Chorverband, CIA, Concerto Stella Matutina, Ensemble Plus, das Jazz Orchester Vorarlberg, das Vorarlberger Landeskonservatorium, Musik in der Pforte, die Musikdokumentationsstelle, das Sinfonische Blasorchester, das Sonus Brass Ensemble und das Symphonieorchester Vorarlberg. Pro eingeladener Vereinigung durfte jeweils eine konkrete Empfehlung abgegeben werden. Auf Basis der Vorschläge wurde gemeinsam mit der Kunstkommission Musik ein Preisträger bestimmt. Durchsetzen konnte sich in einem lebhaft geführten Juryprozess schließlich der vom Sonus Brass Ensemble vorgeschlagene Murat Üstün. Stefan Dünsers Erklärung fand breite Zustimmung: „Als Murat Üstün sich vor mehr als 20 Jahren in Vorarlberg niederließ, brachte er einen beeindruckenden Erfahrungsschatz mit: Volksmusik aus der Türkei und verschiedensten asiatischen Ländern, die er als Zirkusmusiker bereist hatte. Üstüns Musikgeschmack kennt keine Berührungsängste: Von zeitgemäßer Musik über Programmmusik hin zu volkstümlich inspirierter Musik ist alles zu finden. Seine Musik ist sensibel und vielschichtig. Für uns ein Traumkomponist, weil er zuhört und doch eigenständig bleibt.“

Zahlreiche Auftragswerke

Murat Üstün wurde am 10. Mai 1959 in Izmir geboren und lebt in Klaus. Mit zehn Jahren wurde er ins Konservatorium in Izmir aufgenommen. Dort studierte er Waldhorn und Klavier. 1979 begann er ein Studium an der Hochschule für Musik in Köln. Erste Berufserfahrungen sammelte Üstün im Gelsenkirchener Opernorchester. Seit 1990 unterrichtet er an der Musikschule Dornbirn, Waldhorn und Klavier, und arbeitet als Hornist, Arrangeur und Komponist. Seit Oktober 2010 ist er Dirigent beim Stadtorchester Feldkirch.

Kompositionen sind im Auftrag von unterschiedlichen Ensembles und Chören entstanden, unter anderem vom Sonus Brass Ensemble, den „Schurken“, dem Flötenquintett „Kilim“ der Wiener Symphoniker, dem Symphonischen Blasorchester Vorarlberg und dem Ensemble Plus.

Geehrt wird der Preisträger in einem Festakt am Weltmusiktag, den 1. Oktober 2014.

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