Neue Oper für Festspiele und Wien Modern

Bregenz, Wien. Oper und Humor sind bei zeitgenössischen Musiktheaterwerken oftmals zwei getrennte Welten. Der österreichische Komponist Bernhard Gander tritt nun an, diesen angeblichen An­tagonismus aufzuheben. Unter dem Titel „Das Leben am Rande der Milchstraße“ wird, wie berichtet, heuer bei den Bregenzer Festspielen und dem Festival Wien Modern seine musikalische Sitcom uraufgeführt. „Unser Festival ist immer auf der Suche nach neuen Formaten“, erläuterte Wien-Modern-Leiter Matthias Losek nun in einem Pressegespräch den Impetus hinter dem Projekt. Und da sich Gander ihm gegenüber einst als Sitcom-Junkie outete, habe er die Gelegenheit beim Schopf gepackt.

Der fette Sound

So komponierte der 44-jährige Lienzer als sein erstes musiktheatralisches Werk zwei Staffeln sowie ein Finale in der Tradition angelsächsischer Fernsehserien. Die erste Staffel wird bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt, bevor der Zyklus bei Wien Modern gezeigt wird. Er habe die Arbeit von Monaten wieder verwerfen müssen, bis er seine eigene Musiksprache gefunden habe, erzählte Gander. Die Handlung ist in der Milchstraße 142a in Wien angesiedelt, wo sich das European Bureau of Future befindet, eine Denkfabrik der EU. Dieses wird im Zuge von Einsparmaßnahmen evaluiert, was zu Konflikten führt. „Humorvolle Momente kann man eher mit der tonalen Musik erzeugen, nicht mit der atonalen Musik, die ich schreibe. Aber ich habe es versucht“, so Gander zuversichtlich: „Ich will den fetten Sound haben.“

Die Uraufführung der 1. Staffel findet am 1. August auf der Werkstattbühne in Bregenz statt. Regie: Nicola Raab

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.