Fall Pereira beschäftigt jetzt Gewerkschaften

Alexander Pereira wehrt sich gegen Kritik. FOTO: APA
Alexander Pereira wehrt sich gegen Kritik. FOTO: APA

Salzburg. Der Fall des Intendanten der Salzburger Festspiele und künftigen Scala-Chefs Alexander Pereira beschäftigt jetzt auch die Gewerkschaften des Mailänder Opernhauses. Diese fordern ein „dringendes Treffen“ mit dem Mailänder Bürgermeister, Giuliano Pisapia, nachdem das italienische Kulturministerium von der Scala Erklärungen über den Kauf von sieben großen Opern aus Salzburg gefordert hatte. Die Gewerkschaften befürchten, dass mit dem Erwerb der Salzburger Opern die hausinterne Produktion reduziert werden könnte. „Wir sollten unsere Produktionen besser verwerten, statt Opern im Ausland zu kaufen, was einen künstlerischen Schaden für die Scala darstellt.“

Der Präsident der Region Lombardei, Robert Maroni, hat Pereira inzwischen aufgerufen, seine Position im Zusammenhang mit dem Ankauf von Opern aus Salzburg zu erläutern. „Sollte es keine glaubwürdige Erklärung geben, glaube ich nicht, dass er in Mailand weitermachen kann“, sagte Maroni nach Angaben italienischer Medien. Pereira wies den Verdacht eines Interessenskonflikts zuletzt entschieden zurück und sprach von einer Win-Win-Situation. „Salzburg hat schöne Produktionen, die nicht mehr inszeniert werden. Die Scala kauft sie zu einem Spottpreis. Wo ist der Skandal?“

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