Neu im kino. „Savages“, ein Drogenkrimi von Oliver Stone, und Amüsantes mit „Mann tut was Mann kann“ von Marc Rothemund

Von knallhart bis wunderbar weich

Das kalifornische Idyll dauert in „Savages“ nicht lange an. Foto: Universal
Das kalifornische Idyll dauert in „Savages“ nicht lange an. Foto: Universal

Nichts wird gut in „Savages“, dafür bietet Wotan Wilke Möhring ungemein Witziges.

Berlin. Das Geräusch der Kettensäge nimmt es vorweg. Nichts wird gut in „Savages“, Oliver Stones düsterem Krimi über den mexikanischen Drogenkrieg, der bis in die USA reicht. Die amerikanische Popkultur hat Drogen als Thema wiederentdeckt. Der mit Salma Hayek, John Travolta und Benicio Del Toro topbesetzte Thriller ist nichts für schwache Nerven oder Zuschauer, die bei Stones „Natural Born Killers“ das Kino verlassen haben. „Nur weil ich euch diese Story erzähle, heißt das noch lange nicht, dass ich deren Ende erleben werde. Es ist nämlich eine von den Geschichten, die total außer Kontrolle geraten.“ Das ist die Vorwarnung der Erzählerin namens O, gespielt von „Gossip Girl“ Blake Lively. Sie ist die Geliebte von zwei Männern, die in Kalifornien ein Haschisch-Imperium aufgebaut haben. Der eine ist der friedliebende Hippie Ben (Aaron-Taylor Johnson), der andere der Ex-Soldat Chon (Taylor Kitsch).

Natürlich ist dieses Idyll zu schön für diese Welt. Die beiden Kalifornier bekommen ein Drohvideo aus Mexiko. Die Kartellchefin Elena (stark: Hayek) will am Geschäft beteiligt werden, Chon und Ben lehnen ab – der Kampf beginnt. John Travolta spielt einen korrupten Drogenfahnder, ein Auftritt, der an „Pulp Fiction“ erinnert. Salma Hayek hofft, der Film werde die Menschen aufrütteln, welches Ausmaß der Drogenhandel habe. Er sei nicht nur ein mexikanisches Problem, sondern ein gemeinsames. „Das eine Land verkauft, das andere kauft, vorbei an den Behörden beider Nationen.“

Suche nach der Liebe

Unverbesserliche Schwerenöter, überzeugte Singles, schüchterne Freaks – in „Mann tut was Mann kann“ hat Regisseur Marc Rothemund alle vereint und lässt sie nach der wahren Liebe suchen. Sie kann einem schon leidtun, diese Spezies Mann. Stets bemüht, aber doch immer leicht daneben, dabei aber äußerst sympathisch. Und das ist auch die Komödie von Marc Rothemund, trotz aller Klischees und Vorhersehbarkeiten. Das verdankt Rothemund nicht nur seinem Gespür für parodistischen Witz, sondern auch seiner Schauspielerriege, allen voran Wotan Wilke Möhring und Jan Josef Liefers, die mit ihrer Spielart nicht überraschen, aber unterhalten.

Die Filme kommen ab 11. Oktober in die österreichischen Kinos

„Mann tut was Mann kann“ meint Wotan W. Möhring. Foto: boxfish
„Mann tut was Mann kann“ meint Wotan W. Möhring. Foto: boxfish
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