Der Krebs macht keine Pause

Frauenselbsthilfe rät dringend, die Vorsorge nicht zu vernachlässigen.

dornbirn Die Coronapandemie greift in alle Lebensbereiche ein und sorgt für zum Teil große Belastungen. Besonders zu spüren bekommen sie Menschen mit einer schweren Erkrankung. Zu den Problemen, die Corona bereitet, gesellt sich noch eine Diagnose, die das Leben zusätzlich auf den Kopf stellt. Krebs ist eine solche Diagnose. Wie herausfordernd die Zeiten für Frauen mit Brustkrebs sind, weiß Monika Jäger, Sprecherin der Frauenselbsthilfe nach Krebs. „Patientinnen haben derzeit oft den Eindruck, es geht nur noch um Corona. Ihre Erkrankung wird als nicht mehr so wichtig betrachtet“, erzählt Jäger. Die Frauen würden sich häufig alleingelassen fühlen. „Das Personal in den Spitälern bemüht sich sehr“, bricht die Dornbirnerin explizit eine Lanze für Ärzte und Pflegemitarbeiter. Das Besuchsverbot lasse jedoch kaum persönliche Kontakte und damit Nähe zu. „Dabei wäre gerade jetzt eine Umarmung hin und wieder gut.“

Vorsorge nicht vernachlässigen

Viele Frauen haben Angst, sind unsicher, empfinden alles als komplizierter. „Es ist ein schlechter Zeitpunkt für eine Krebsdiagnose“, hört Monika Jäger immer wieder. Ihre Feststellung: „Für eine solche Diagnose gibt es nie den richtigen Zeitpunkt.“ Deshalb appelliert sie an die Frauen, unbedingt die Mammografietermine einzuhalten. „Früherkennung ist wichtig, denn der Krebs macht keine Pause.“ Auch die Selbstuntersuchung der Brust nach der Menstruation sei ergänzend notwendig. Die Mammografie ersetze sie jedoch nicht. Jäger rät auch, unbedingt eine Vertrauensperson zur Diagnosebesprechung mitzunehmen. Das ist erlaubt. Grund: „Die Patientin hört ein Wort, das ihr Angst macht und schaltet für den Rest des Gesprächs ab.“

Die Frauenselbsthilfe versucht, Betroffene mit Telefonaten und Spaziergängen zu unterstützen. „Wir finden für jede Patientin die passende Gesprächspartnerin“, verspricht Jäger. Die Angebote werden gut angenommen, die Nachfrage sei größer als je zuvor. VN-MM  

Kontakt: Tel. 0664/3034803, info@frauenselbsthilfe.at" target="_blank">www.frauenselbsthilfe.at, E-Mail: info@frauenselbsthilfe.at

„Patientinnen haben derzeit oft den Eindruck, dass es nur noch um Corona geht.“

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