Projekt Regenbogen

Monika Chromy begleitet alkoholabhängige Menschen in ein abstinentes Leben. caritas

Monika Chromy begleitet alkoholabhängige Menschen in ein abstinentes Leben. caritas

Mit fachlicher Unterstützung den Ausstieg aus der Alkoholsucht geschafft.

dornbirn Die Stimme ist fest, die eigene Einschätzung glasklar: „Mein Umgang mit dem Alkohol war ein schlechter“, sagt die Bregenzerwälderin. Das Problem eskalierte während des ersten Lockdowns. Viele Abende allein zu Hause: „Ich verlor mehr und mehr den Überblick und die Kontrolle über meinen Alkoholkonsum“, erzählt die Mitfünfzigerin. Den Tatsachen ins Auge sehen wollte sie damals jedoch nicht. Inzwischen hat sie mit Hilfe der Suchtfachstelle der Caritas den Weg zurück in ein abstinentes Leben geschafft. Die Finger vom Alkohol zu lassen, falle ihr nicht schwer. „Mit dem Rauchen aufzuhören war schwieriger.“ Früher griff sie am liebsten zu Prosecco und Wein. Heute sind alkoholfreie Aperitifs mit Tonicwater, Mineralwasser, Eiswürfeln und einem Minzblatt ihre Lieblingsgetränke, „wenn es denn so etwas in der Richtung sein soll“. Sie kann aber auch gut ohne, und das verdankt sie vor allem ihren Kindern.

Völlige Abstinenz als Ziel

Die leben zwar in Deutschland, wo ihre Mutter ebenfalls lange wohnte, doch sie bemerkten am Telefon sehr schnell, wenn die Mama mit alkoholgeschwängerter Stimme sprach und machten sich entsprechende Sorgen. Schließlich war es die jüngste Tochter, die in einem persönlichen Gespräch das Thema Alkoholsucht ansprach und damit den Stein ins Rollen brachte. „Es gab bei diesem Gespräch auch Tränen, denn ich wusste, dass sie recht hatte“, erinnert sich die Frau. Noch am gleichen Tag schrieben sie eine E-Mail an die Suchtfachstelle der Caritas und bekamen binnen weniger Stunden Antwort von Suchtberaterin Monika Chromy. Die Tochter hatte im Internet nach einer Anlaufstelle gesucht und fand sich bei der Caritas wieder. Sie war es auch, die sich zuerst bei Chromy über die Vorgehensweise informierte. Nach einem ersten Gesprächstermin stand aber auch für die Mutter fest: Das Ziel soll eine völlige Abstinenz sein.

Bunt und fröhlich

Gesagt. Getan. „Wir haben eine WhatsApp-Gruppe mit meiner Familie gegründet und meinen Weg unter das Motto ‚Projekt Regenbogen‘ gestellt. Der Regenbogen steht für bunt und fröhlich, und genauso sollte auch mein Leben wieder sein“, hat sich die jetzt in Dornbirn lebende ehemalige Wirtin vorgenommen. Sie ist auf gutem Weg. In den vergangenen drei Monaten hat sich ihr Leben stark ins Positive verändert. Um sich abzulenken hat sie anfangs bewusst Bewegungseinheiten in ihren Alltag eingebaut: „Ich merke erst jetzt, wie mich der Alkoholkonsum belastet hat. Ich schlafe besser und spüre, dass es auch meinem Körper besser geht“, berichtet sie zufrieden. Auch optisch macht sich die Abkehr vom Alkohol bemerkbar. „Ein gepflegtes Äußeres war mir immer sehr wichtig“, bemerkt die leidenschaftliche Köchin mit einem Schmunzeln. Was sie jedoch ganz besonders freut, ist, dass das Verhältnis zu ihren Kindern durch diese Erfahrung noch besser geworden ist. „Ich finde zwischenzeitlich überhaupt keinen Grund mehr, warum ich Alkohol trinken könnte oder sollte.“ Heute lebt sie in einer Eigentumswohnung in Dornbirn, hat einen guten Job, ein gutes Umfeld und ist zufrieden. „Dieses Jahr mag für viele Menschen ein schwieriges sein, für mich wird es eines der schönsten“, ist sie dankbar für diese Wende. VN-MM

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