Meinung

Marlies Mohr

Augenblicke

Wann ist Ihnen wieder einmal so richtig warm ums Herz geworden? Wann haben Sie dieses Gefühl gespürt, das einem ohne Zutun ein für Außenstehende meist unerklärliches Lächeln ins Gesicht zaubert? Zugegeben, der Alltag macht es einem derzeit alles andere als leicht, das Gute zu sehen. Dabei braucht es oft gar nicht viel, weil es meist die kleinen Dinge sind, die sich einem ins Herz brennen. Dieser Tage war ich morgens, wie immer, mit meinem Hund unterwegs. Momentan muss er früher raus, weil es Frauchen einfach schön findet, den Weihnachtslichtern, die wieder viele Häuser in Glanz und Gloria tauchen, zu folgen.

Wie ich so dahinlaufe, sehe ich im Schein einer Laterne plötzlich feine Schneeflocken tanzen. „Es schneit“, sagte ich spontan zu meinem Hund. Dem war das zwar egal, aber in mir tat sich eine unbändige Freude auf, die auch gleich Erinnerungen an Kindertage weckte. Als der Winter noch ein Winter war. Als wir auf den Feldern mit den Schuhen endlos lange Muster in den Schnee traten. Als wir von kleinen Hütten in den hüfthohen Schnee hüpften. Ist schon lange her, aber die Gedanken daran vermitteln immer noch Wohlbehagen. Der Zauber des ersten Schnees hingegen hat nicht lange gehalten. Einen kleinen Nachschlag gab es am nächsten Tag in Form von vielen kleinen Schneemännern, die, von fleißigen Kinderhänden gebaut, auf grünen Wiesen herumstanden. Ein hübsches Bild. Bewahren Sie sich solche Augenblicke. Sie sind in diesen Zeiten Gold wert.

Marlies Mohr

marlies.mohr@vn.at

05572 501-385

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