Gute Aussichten auch bei Krebs

Krebserkrankungen können sehr komplex sein und bei der Behandlung mehr als nur eine medizinische Disziplin fordern.  fotolia

Krebserkrankungen können sehr komplex sein und bei der Behandlung mehr als nur eine medizinische Disziplin fordern.  fotolia

MedKonkret erklärt die Bedeutung der Zusammenarbeit von Disziplinen.

Feldkirch Die Aussichten für Menschen mit Krebs werden immer besser, da zum einen die Heilungschancen steigen und andererseits die Überlebenszeiten länger werden. Der wesentliche Effekt entsteht allerdings erst dadurch, dass Fortschritte gebündelt und abgestimmt aufeinander in den Betreuungs- und Behandlungsplan einfließen. Beim MedKonkret-Vortrag am Dienstag, 19. Februar 2019, ab 19 Uhr im Panoramasaal des LKH Feldkirch, werden Krebsspezialist Primar Holger Rumpold und der Leiter der Chirurgie, Primar Ingmar Königsrainer, anhand alltäglicher Beispiele einen Blick hinter den Vorhang einer komplexen, zum Wohle der Patienten agierenden Organisation geben. Zudem bietet die Firma Neuroth kostenlose Hörtests an.

Bessere Ergebnisse

Dem besseren Verständnis der Natur von Tumoren ist es geschuldet, dass immer gezielter auf krankhaft veränderte Signalwege eingewirkt oder das Immunsystem so reaktiviert werden kann, dass es Krebszellen erkennt und den Kampf gegen diese aufnimmt. Die Fortschritte beschränken sich jedoch nicht nur auf die medikamentöse Therapie, sondern finden sich auch in der Tumorchirurgie. Das macht Operationen möglich, die die Grenzen der klassischen onkologischen Versorgung sprengen. Daraus resultiert die Notwendigkeit, die jeweiligen Kenntnisse zu bündeln. Die Zusammenarbeit der Fächer (Interdisziplinarität) ist allerdings sehr ressourcenintensiv und somit meist an bestimmten Einrichtungen konzentriert, wo alle erforderlichen Disziplinen unter einem Dach vereint sind. „Das ist sinnvoll, denn internationale Untersuchungen zeigen, dass gerade diese Bündelung die Erfahrung im Umgang mit den Erkrankungen steigert, was bei gleicher Behandlung das Ergebnis wesentlich verbessert“, erklären Rumpold und Königsrainer.

Zeitgerecht und zügig

Eine der Grundvoraussetzungen für eine patientengerechte und -zentrierte Betreuung ist ein zeitgerechter und zügiger Ablauf von Diagnostik, Erstgespräch und Therapiebeginn. Gremien wie das Tumorboard sind die Kommunikationsdrehscheibe der Interdisziplinarität. Hier werden Befunde gesichtet, und hier wird die optimale Behandlung gemeinsam beschlossen. Reihenfolgen, Reaktionen auf Nebenwirkungen der anderen Disziplin sowie die Anpassung der eigenen Therapie darauf erfordert eine enge Kommunikation und viel Erfahrung, denn Ziel der Interdisziplinarität ist es, die Maximaltherapie mit minimalen Nebenwirkungen zu verarbeiten, um das Therapieziel bestmöglich zu erreichen. VN-MM

Das Bündeln der Ressourcen steigert die Erfahrung im Umgang mit Krebserkrankungen.“

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