Jugend als Bereicherung für Meiningen

Trotz Corona und Lockdown hat es 2020 bei der Offenen Jugendarbeit in Meiningen keinen Stillstand gegeben. Mäser

Trotz Corona und Lockdown hat es 2020 bei der Offenen Jugendarbeit in Meiningen keinen Stillstand gegeben. Mäser

Die Offene Jugendarbeit Meiningen blickt auf ein schwieriges 2020 zurück – gleichzeitig aber optimistisch in das neue Jahr.

Meiningen Als Iskender Iscakar zu Beginn des Jahres 2020 die Leitertätigkeit bei der Offenen Jugendarbeit in Meiningen übernommen hat, ahnte er noch nicht, welch schwieriges Jahr auf ihn und sein Team zukommen würde. Corona zum Trotz kann die Meininger Jugendarbeit aber auf ein – unter den gegebenen Umständen – erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Normalität in den Alltag bringen

Bis Mitte März ist auch in Meiningen das Leben in geordneten Bahnen abgelaufen und die Jugendlichen trafen sich laufend im Jugendtreff und an den bekannten Hotspots. Mit dem ersten Shutdown musste sich dann aber auch die Jugendarbeit umstellen. „Wir haben in dieser Zeit versucht, den Kontakt zu den Jugendlichen über Homeoffice, digitale Medien, soziale Netzwerke, aber auch mit Besuchen an sogenannten Hotspots aufrechtzuerhalten. Dazu wurde versucht, ein Online-Programm zusammenzustellen, um ein wenig Normalität in den Alltag zu bringen“, blickt Jugendleiter Iscakar (Isky) auf den ersten Lockdown im Frühjahr zurück. Die Jugendarbeiter sind regelmäßig mehrmals in der Woche zu möglichen Hotspots in der Gemeinde gefahren und haben auf diesem Weg mobile Jugendarbeit geleistet.

Neben der Betreuung der Jugendlichen an den bekannten Treffpunkten sind OJA-Mitarbeiter in dieser Zeit auch öfters mal durch die Gemeinde spaziert und haben sich mit den Bürgern über den Zaun ausgetauscht. „So haben wir versucht, mögliche Konflikte zwischen Jugendlichen und Erwachsenen bereits vorab aufzufangen und gegenseitiges Verständnis in der Situation herzuleiten“, erklärt Iscakar und berichtet weiters, dass während dieser Zeit keine einzige Krisenintervention eingeleitet werden musste.

Neue Heimat gefunden

Eine weitere große Herausforderung stellte im Sommer der Umzug des Jugendtreffs Point dar. Die Platznot in der Volksschule hat es notwendig gemacht, dass die Räumlichkeiten verlegt werden mussten. Mit Unterstützung der Wohnbauselbsthilfe hat die Offene Jugendarbeit in den ehemaligen Verkaufsräumen der Bäckerei Kühne eine neue Heimat gefunden. Auch die Jugendlichen wurden in diesen Prozess mit eingebunden – nur auf diesem Weg konnte der Umzug in das Point 2.0 innerhalb von wenigen Tagen möglich gemacht werden. Über die Sommermonate konnte der neue Jugendtreff offen halten und die Jugendlichen wurden laufend zu verschiedensten Angeboten eingeladen.

Viele Pläne für das neue Jahr

Aktuell ist das Point für den offenen Betrieb zwar geschlossen, zur informellen Jugendarbeit wird der Jugendtreff allerdings für wenige Stunden in der Woche geöffnet haben. Die Jugendarbeiter informieren vor Ort über das Thema Corona und die Regeln, sensibilisieren, bieten Informationen zu Schulen, Berufen oder Musik und Sport. „Wir motivieren und reden gut zu, damit sich die Beteiligten – auch Erwachsene – verstanden fühlen und wir versuchen, diese Zeit der Absonderung und Distanz ein wenig erträglicher für die Jugendlichen zu machen“, informiert Iscakar über die aktuelle Jugendarbeit.

Aber auch für das neue Jahr hat die OJA in Meiningen schon einiges geplant. So soll neben der mobilen und digitalen Jugendarbeit ein Beteiligungsprozess „Jugendraum Neu“ gestartet werden. „Wir müssen ja 2022 den aktuellen Treff Point 2.0, in den wir im Juli eingezogen sind, wieder verlassen. Und bei der Auswahl der neuen Räumlichkeiten wollen wir die Jugendlichen wieder einbinden“, so der OJA-Leiter. Außerdem ist die Teilnahme beim Jugendprojektwettbewerb geplant und auch die Einführung des Jugendbüros soll weiter forciert werden. „Wir haben wieder einiges geplant, und deshalb sind wir seit dem 1. Jänner auch wieder auf Facebook und Instagram aktiv“, gibt Isky einen kleinen Ausblick auf die kommenden Wochen und Monate. MIMA

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