Wichtige Stütze auch in Coronazeiten

Das MoHi-Team Jagdberg war das ganze Jahr über – trotz und gerade wegen der Coronakrise – größtenteils durchgehend im Einsatz. MoHi Jagdberg

Das MoHi-Team Jagdberg war das ganze Jahr über – trotz und gerade wegen der Coronakrise – größtenteils durchgehend im Einsatz. MoHi Jagdberg

Trotz verschärfter Situation waren MoHi-Helferinnen am Jagdberg im Einsatz.

Satteins Seit mittlerweile rund 25 Jahren begleiten die Helferinnen des Mobilen Hilfsdienstes Menschen in den Jagdberggemeinden, die altersbedingt, aufgrund einer Erkrankung oder auch wegen einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung Unterstützung zur Bewältigung des Alltags benötigen. Aktuell sind 41 Helferinnen für 79 Klienten im Einsatz und während der Coronakrise waren und sind die MoHi-Mitarbeiter als Schlüsselarbeitskräfte grundsätzlich durchgehend im Einsatz.

Entlastung für Familien

Der Mobile Hilfsdienst ist ein wesentlicher Teil der Systemerhaltung der sozialen Versorgung in Vorarlberg. Daher waren die Helferinnen gerade in der viele Menschen belastenden Coronazeit sehr wertvoll. „Unsere Klienten sind meist extrem dankbar, dass wir auch in dieser schweren Zeit für sie da und für ganz viele auch eine wichtige Stütze sind. In den allermeisten Fällen durften ja auch die Angehörigen nicht mehr zu ihren Verwandten“, erklärt MoHi-Einsatzleiterin Gabi Furxer. Zwar werden einerseits teilweise Einsätze von den Klienten beziehungsweise deren Familien als Vorsichtsmaßnahme abgesagt, andererseits werden – wenn nötig – Gäste aus dem Tagestreff nun auch zu Hause betreut. „Dies ist gerade für die betreffenden Familien eine große Entlastung und diese sind uns auch sehr dankbar“, kann Furxer berichten.

Tagtäglich einem Risiko ausgesetzt

Herausfordernd waren die letzten Monate aber auch für die Mitarbeiter des Hilfsdienstes. So mussten noch viel mehr Regeln beachtet werden als sonst üblich und die neuen Verordnungen, Anweisungen und Informationen haben sich laufend geändert. „Gerade in der Anfangsphase waren die Helferinnen oft täglich einem gewissen Risiko ausgesetzt und hatten auch Sorge, die Infektion weiterzutragen. Durch die Hygiene- und Schutzmaßnahmen konnte aber Sicherheit gewonnen werden“, gibt die Einsatzleiterin einen Einblick in die Herausforderungen in dieser schweren Zeit. Dazu kam die laufende Koordination der Mitarbeiterinnen, wenn Einsätze ausgefallen sind, und auch der Austausch mit den Klienten und Angehörigen gestaltete sich in den letzten Monaten meist als zeitintensiv. „Hervorzuheben ist an dieser Stelle sicher auch die Solidarität und die Bereitwilligkeit der Helferinnen, trotz dieser schwierigen Lage mit vollem Einsatz weiterzuarbeiten“, richtet Furxer einen Dank an ihr Team.

Verständnis und Dankbarkeit

Einschränkungen gab es in der Coronazeit auch beim Tagestreff. Dieser konnte nur noch für Klienten öffnen, welche keine Angehörigen mehr haben beziehungsweise wo dringender Bedarf bestand. „Für Klienten, die derzeit den Tagestreff nicht besuchen, ist es ganz schwierig, da sie sehr gerne bei uns sind und wir ihren Alltag verschönern können“, hofft Furxer auf eine baldige Besserung der Situation. Gleichzeitig sieht die MoHi-Leiterin aber auch großes Verständnis und Dankbarkeit dafür, dass in dieser Zeit so verantwortungsvoll gehandelt wird.

So werden die MoHi-Helferinnen am Jagdberg auch in den kommenden Wochen und Monaten für ihre Klienten da sein und sie in dieser anhaltend herausfordernden Zeit begleiten. „Wir arbeiten dabei sehr eng mit dem Land Vorarlberg, der ARGE Mobiler Hilfsdienst, dem Sozialzentrum Jagdberg und wichtigen Netzwerkpartnern zusammen und können so auch in den kommenden Wochen einen geregelten Ablauf gewährleisten“, zeigt sich Furxer mitsamt ihrem Team gerüstet. MIMA

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